Ich ess was ich will, Mama!

Ich ess was ich will, Mama!


Das kann unser kleiner Spatz (17 Monate) natürlich noch nicht sagen, aber er zeigt es uns jeden Tag. Wenn er etwas nicht mag, dann wird das kurzerhand wieder ausgespuckt. Auf diese Weise lernen Papa und ich, was ihm schmeckt und was nicht. Ob wir das nun toll finden, oder nicht!

Brot … mit was drauf (?)

Wir geben unserem Kleinen schon länger belegte Brote. Klein geschnitten, als Fingerfood. Anfangs mit Frischkäse und Gouda. Soweit nicht spektakulär. Doch irgendwann aß er das Brot unter dem Käse weg. Das kannte ich bisher nur anders herum. Okay, also kein Käse mehr?! Gut, wir sind ja flexibel und ein richtig gutes Brot schmeckt mir Butter eh am Leckersten.

Wurstbrot? Nein, danke!

Wir machten also weiter mit anderem Brotbelag und stellten fest, dass Wurstbrote ebenfalls nicht schmeckten. Auch hier zog unser Kleiner das Butterbrot unter der Wurst vor. Ich könnte jetzt natürlich behaupten, mein selbst gemachtes Brot schmeckt so lecker, dass man es einfach unbelegt genießen muss. Aber zu dem Zeitpunkt gab es Toastbrot! Naja, nach diversen anderen Wurstsorten, die allesamt aussortiert wurden, strich ich Wurst vom Speiseplan meines Kleinen.

Wie wär’s mit Avocado und Humus?

Da nun nur noch Frischkäse das Brot verzierte, haben Papa und ich uns auf die Suche nach anderen Aufstrichmöglichkeiten gemacht. Zu unserer Überraschung kommen Avocado, Humus und diverse vegetarische Brotaufstriche super an! Unser Großer (4,5 Jahre) lehnt Avocado bis zum heutigen Tag ab und Humus mag er auch nicht besonders. Es hat eben jeder einen anderen Geschmack!

Der geborene Vegetarier?

Ich halte unseren kleinen Spatz ja insgeheim für den geborenen Vegetarier. Da ich mich selbst seit etwa einem Jahr vegetarisch ernähre, würde ich mich über einen Verbündeten freuen. ;-) Aber ich finde es noch zu früh, ihn nun einfach als Vegetarier abzustempeln. Daher lasse ich ihn immer probieren, wenn es mal etwas mit Fleisch gibt. Schließlich wird man immer wieder davon überrascht, dass Kinder etwas nicht mehr mögen. Warum also nicht auch mal anders herum! Schließlich sollte man die Hoffnung nie aufgeben. ;-)

Eine Suppe mit Hühnchenfleisch hat unserem Kleinen dann tatsächlich sehr gut geschmeckt. Die war weg wie nichts. Alles andere wurde bisher weiterhin verschmäht.

Wie gewöhnt man sich an Geschmacksveränderungen?

Uns hat es erst einmal geholfen, gewisse Abneigungen und Vorlieben zu akzeptieren. Um nicht jeden Tag beim Essen zu “kämpfen”.

Das viel mir allerdings nicht so leicht, wie es hier zu lesen ist. Schließlich kommt so ein Käse-mag-ich-nicht-Wandel spontan. Zum Beispiel beim Frühstück oder Abendessen, wenn das Käsebrot fertig und klein geschnitten ist. Dann, wenn wenig Zeit ist. Oder, wenn man Hunger hat und sich gerade selbst etwas zu Essen machen will. In diesen Momenten finde ich es schwer gelassen zu reagieren. Ein resigniertes “Okay, also doch ein Frischkäsebrot …” ist dann schon so gelassen wie möglich.

Dabei ist es mein zweiter Sohn und es gab ja auch bei meinem großen Spatz unerwartete Geschmacksveränderungen. Da hatte ich zum Beispiel abends etwas gekocht, mit quengeligem Kind im Nacken und dann schmeckte es nicht. Mensch, da war ich immer enttäuscht!

Ich kenne also diverse Geschmacksveränderungen. Aber daran gewöhnt habe ich mich trotzdem noch nicht, wenn sie sich wieder mal spontan zeigen. Wie geht es Euch damit?

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