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Ingwer in der Schwangerschaft: Wie viel ist erlaubt?


Gerade in der Schwangerschaft ist es wichtig, dass Du auf Deine Ernährung achtest. Bestimmte Lebensmittel solltest Du vermeiden oder nur in geringem Maße zu Dir nehmen. Die Meinungen zu Ingwer in der Schwangerschaft sind sehr unterschiedlich. In diesem Artikel möchte ich Dich über die Vor- und Nachteile von Ingwer während der Schwangerschaft aufklären und Dir sagen, worauf Du achten musst.

Was ist Ingwer?

Es handelt sich hierbei um ein Mitglied der Familie der Kräuter, dessen Wurzel essbar ist. Ingwer enthält viele wichtige Nährstoffe, die Dein Körper auch in der Schwangerschaft benötigt und hat kaum Kalorien. Man peppt damit gerne Gerichte, Getränke und auch Backwaren auf. In der Regel ist es unproblematisch, Ingwer in der Schwangerschaft zu verzehren. Hier überwiegen die gesundheitlichen Vorteile. Doch bei übermäßigem Verzehr von Ingwer in der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten!

Ingwer als Heilmittel

Ingwerpräparate kommen bei Übelkeit und Erbrechen zum Einsatz, z.B. als Kapseln oder Tee. In einigen Studien wurde eine Wirksamkeit bei leichter Schwangerschaftsübelkeit nachgewiesen. Es wird besonders auf Nebenwirkungen wie Sodbrennen oder Kopfschmerzen hingewiesen.

Die Erfahrungen zeigen, dass im 1. Trimester laut Studien kein Hinweis auf ein erhöhtes Risiko von Fehlgeburten erkennbar war. Auch im 2. und 3. Trimester waren keine fetotoxischen (=Schäden und Missbildungen) Wirkungen zu sehen.

In üblicher – nicht hoher – Dosierung kannst Du Ingwer in allen Phasen Deiner Schwangerschaft einnehmen, jedoch solltest Du immer die Nebenwirkungen beachten. Weitere Konsequenzen wurden nach der Anwendung nicht festgestellt (Quelle: Embryotox).

Wenn Du ein Ingwerpräparat aus der Apotheke oder dem Drogeriemarkt in der Schwangerschaft einnehmen möchtest, lies Dir auf jeden Fall immer den Beipackzettel durch, ob es für Schwangere geeignet ist!

Was spricht gegen den Verzehr von Ingwer in der Schwangerschaft?

Der Ingwer hemmt im Körper Stoffe, die dafür verantwortlich sind, dass Übelkeit entsteht. Man spricht hier von einer antiemetischen Wirkung. Eigentlich ist die Knolle wie für Schwangere gemacht. Doch warum raten Gynäkologen und Hebammen oft von Ingwer in der Schwangerschaft ab – vor allem zu Beginn der Schwangerschaft?

Weil Ingwer wehenfördernd wirken kann. Das liegt daran, dass die enthaltenen Scharfstoffe die Durchblutung fördern. Die Muskulatur der Gebärmutter wird dadurch stimuliert – das kann im schlimmsten Fall zu einer Fehlgeburt führen.

Bei einer Risikoschwangerschaft empfehlen Experten, lieber ganz auf Ingwer zu verzichten.

Ingwer in der Schwangerschaft – was spricht dafür?

Ingwer kommt in geringen Mengen vor allem als natürliches Mittel zum Einsatz, vor allem bei

  • Übelkeit
  • Magen-Darm-Problemen
  • Erkältung

Ist Dein Geburtstermin bereits erreicht, kannst Du Ingwer in Absprache mit Deiner Hebamme auch als wehenförderndes Mittel nutzen, zum Beispiel in Form eines Tees, kombiniert mit Zimt oder Himbeerblättern

Jede Schwangere reagiert anders

Je nachdem, wie Deine Schwangerschaft verläuft und wie es Dir geht, musst Du nicht zwingend auf Ingwer verzichten. Eine Tasse Ingwertee kann Dir als natürliches Mittel oft schneller helfen als medizinische Produkte. Wichtig ist, dass Du mit Deinem Arzt oder mit Deiner Hebamme darüber sprichst.

Das gilt auch für den Endspurt! Für die körperliche Vorbereitung auf die Geburt und das Fördern der Wehen kann Ingwer hilfreich sein. Wann der richtige Zeitpunkt ist und welche Menge Du zu Dir nehmen sollst, kann Dir ebenfalls Dein Arzt oder Deine Hebamme sagen.

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