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Mein Kind mag kein Gemüse! 12 Tricks, die jetzt helfen


Es gehört wohl zu den schwierigsten Dingen im Mama-Alltag: Deinem Kind gesundes Essen schmackhaft zu machen. Mein Kind mag kein Gemüse – diesen Satz hören Kinderärzte immer wieder. Doch es ist natürlich wichtig, dass Dein Kind Vitamine und Nährstoffe in Form von Gemüse zu sich nimmt. Wie aber schaffst Du es, dass Dein Kind Möhren, Paprika und Co. isst?

1. Starte mit gesundem Babybrei – ohne Ausnahme

Hast Du noch ein Baby im Beikostalter, solltest Du direkt dafür sorgen, dass der erste Brei nur aus Gemüse besteht – am besten eine Sorte, die viele Kinder mögen: Möhren, Süßkartoffeln oder Pastinake etwa. Selbstgemacht ist dabei am besten, so weißt Du, dass wirklich nur Gemüse, eventuell Orangensaft und etwas Rapsöl im Brei enthalten ist. Dein Kind soll sich an den unverfälschten Geschmack von Gemüse gewöhnen und nicht direkt übersüßten Brei essen. Mag Dein Kind überhaupt keinen Brei, können diese Dinge helfen, um es an Brei heranzuführen.

Ist Dein Kind schon älter und kann selbst entscheiden, was es mag und isst, ist das Ganze natürlich etwas komplizierter. Aber auch hier gibt es Tipps, um Dein Kleinkind an Gemüse heranzuführen:

2. Gehe mit gutem Beispiel voran

Kinder lernen durch Nachahmen: Wenn Du vor dem Fernseher sitzt, möchte Dein Kind das auch. Wenn Du Schokolade isst und Dein Kind das sieht, verlangt es ebenfalls danach. Damit Dein Schatz also Gemüse isst, muss es wissen, dass Du es ebenfalls gerne isst. Dann wird es Paprika, Möhren und Co. auch weniger ablehnen.

Sorge dafür, dass Du von Anfang an (wie oben beschrieben) Dein Kind an Gemüse gewöhnst und es zum selbstverständlichen Teil der Ernährung machst, ohne es hervorzuheben oder als etwas Besonderes zu betrachten. Es gehört wie Reis und Kartoffeln dazu und jedes Familienmitglied isst es auch. So lernt Dein Kind ruhig, dass Gemüse zu jedem Speiseplan dazugehört.

3. Geh auf die Wünsche Deines Kindes ein

Dein Kind muss nicht jede Gemüsesorte mögen. Das tun auch die Erwachsenen nicht. Nicht jeder steht auf Rosenkohl und nicht jeder mag Brokkoli. Du musst Deinem Kind auch nichts auftischen, was es partout nicht mag. Wenn es keine Bohnen mag, gibt es eben nur Möhren und Paprika. Hauptsache, es wird zu nichts gezwungen und verliert den Spaß am gesunden Essen nicht.

Geh auch mit Deinem Kind gemeinsam einkaufen und lass es sich selbst etwas aus der Gemüse-Abteilung aussuchen. Oft isst es das Selbst-Ausgesuchte dann auch tatsächlich. Wichtig ist, dass das Ganze locker und ungezwungen geschieht.

4. Kindgerechte, leicht süße Gemüse-Rezepte sind ideal

Gemüse braucht keine exotischen Gewürze oder aufwändige Zubereitungsmethoden. Meist reichen Butter oder Mandelmus zum Verfeinern von gedämpftem oder gekochtem Gemüse aus.

Weil Kinder in der Regel gerne süß essen, kannst Du zum Beispiel den Möhrensalat aus fein geraspelten Möhren geriebenem Apfel verfeinern. Ein Dressing mit Orangensaft im Salat kann ebenfalls dazu führen, dass das Gemüse für Dein Kind attraktiver und leckerer wird. Auch Möhrenbrötchen sind eine leckere Alternative zu purem Gemüse und bieten ebenfalls gute Inhaltsstoffe, die clever verpackt sind.

Sowieso solltest Du ruhig zu den beliebteren Gemüsesorten greifen, wenn Dein Schatz nicht so gern Gemüse essen mag: Möhren, Pastinaken, Süßkartoffeln, Kohlrabi, Paprika oder Hokkaido-Kürbis etwa.

Erinnere Dich daran, was Du als Kind mochtest – bittere Sorten wie Spargel oder Rosenkohl gehörten wahrscheinlich nicht dazu.

5. Gemüse braucht nicht viel, um ansprechend zu sein

Kinder brauchen kein Fünf-Sterne-Menü, sondern sind meist mit einfachen Dingen zufrieden. So auch beim Essen. Gemüse muss oftmals nicht einmal gekocht werden. Kleine, rohe Möhren-Stifte mit einem Dip oder anderes knackiges Gemüse sind oft für Kinder attraktiver als die gekochten Möhrchen auf dem Mittagstisch. Du hast weniger Arbeit und integrierst Gemüse als etwas Selbstverständliches in den Alltag.

6. Integriere gesunde Snacks in den Alltag

Attraktives Fingerfood aus Gemüse solltest Du sowieso in den Alltag integrieren. Möhren-, Kohlrabi- und Paprika-Stifte und etwas Obst kannst Du immer mal wieder in der Wohnung platzieren, etwa auf dem Wohnzimmertisch oder im Kinderzimmer beim Spielen.

Wenn Du es noch spannender für Dein Kind machen möchtest, kannst Du Gemüse und Obst in lustige Formen bringen, etwa Melonenkugeln und Schiffchen aus Möhren.

Dein Kind soll wissen, dass es sich jederzeit bedienen kann – und Du solltest es ihm selbst vormachen und immer mal wieder etwas davon essen. Die gesunden Snacks sollten Teil des Alltags sein und ganz ungezwungen drapiert werden. Dein Kind wird schon zugreifen. Und wenn es das tut, brauchst Du es nicht zu loben oder es hervorheben. Denn Gemüse essen soll ja selbstverständlich werden.

7. Smoothies sind auch für Kinder lecker und gesund

Wenn Dein Kind mit rohem Gemüse nicht zu kriegen ist, kannst Du Gemüse natürlich auch in flüssiger Form anbieten. Grüne Smoothies etwa bestehen aus grünem Blattgemüse (Spinat oder Salatblätter), das zusammen mit süßen Früchten und Wasser oder frischem Orangensaft gemixt wird.

Smoothies sind eine einfache und gleichzeitig leckere Lösung, Deinem Schatz grünes Blattgemüse nahezubringen. Denn Smoothies sind schnell getrunken, schmecken süß und enthalten trotzdem alle wichtigen Nährstoffe, die Dein Kind braucht.

Mach es ruhig zum Ritual und biete Deinem Schatz einen Smoothie zum Frühstück an. Denn startet Ihr gemeinsam gesund in den Tag. Du kannst es auch mit einem Schirmchen oder in einem bunten Becher noch ansprechender präsentieren.

8. Verstecke Gemüse in Pürees, Suppen und Puffern

Wenn Dein Kind Gemüse in purer Form ablehnt, sind neben Smoothies auch andere kleine Tricks natürlich legitim: Kartoffelpüree mit Blumenkohl darin, Lasagne mit Möhren und Tomaten, pürierte Gemüsesuppen…

Auch Gemüsepuffer mit geraspelten Zucchini, Spinat oder klein gehacktem Brokkoli essen viele Kinder gern. Sie eignen sich kalt auch als Fingerfood und sind auch super, um Reste zu verwerten.

9. Mache Gemüse durch Geschichten oder Formen spannend

Mit Essen spielt man nicht, heißt es ja immer. Aber: Das Essen darf ruhig zu einem Abenteuer werden, damit es für Dein Kind interessant wird. Früchte, Gemüse und Co. dürfen, wenn Dein Kind nicht anders heranzuführen ist, auch gern zum Zauberstab oder Superkraft-Spender werden. Es geht natürlich nur darum, das Gemüse wieder spannend zu machen und Deinem Kind das Gesunde mit Spaß zu vermitteln.

Auch Gemüse, das wie Nudeln gehobelt wird, etwa aus Zucchini, oder eine Gemüsetarte, die Du als Kuchen betitelst, können helfen, dass Dein Schatz Appetit darauf bekommt. Das Wort Gemüse und gesund muss ja nicht zwingend fallen. Auch Gesichter aus Gemüse können Dein Kind hungrig darauf machen. Sei ruhig kreativ und verbinde das Gesunde mit den Dingen, die Dein Kind gern mag.

10. Integriere Dein Kind in den Zubereitungsprozess

Anstatt Dich nur selbst in die Küche zu stellen und Deinem Kind etwas zu kochen, kannst Du es auch in die Zubereitung einbeziehen. Vielleicht darf es Dir die Möhren bringen, ins Wasser legen und Salz dazu geben. Denn wenn sich Dein Schatz schon beim Kochen und Vorbereiten einbringen kann, steigt auch die Chance, dass es das Essen probieren und mögen wird – und stolz ist, dass es mitgeholfen hat. Ihm immer nur etwas vorzusetzen, ist für Dein Kind ja auch langweilig.

Wenn Du noch einen Schritt weitergehen möchtest, kannst Du auch mit Deinem Kind gemeinsam Gemüse pflanzen. Tomaten, Paprika und Zucchini lassen sich toll im Garten oder auf der Fensterbank züchten. Dein Kind kann es gießen, später ernten und zubereiten oder einfach so essen. Wenn es weiß, dass es das Gemüse selbst gepflanzt hat, wird es es auch gerne essen.

11. Gib auch exotische Gerichten eine Chance

Wenn Du schon immer gern exotische Currys und andere Gerichte gegessen hast, solltest Du das nicht aufgeben. Koche doch mit Deinem Schatz gemeinsam Deine Lieblingsgerichte mit Gemüse und lass es immer mal wieder probieren. Wenn es merkt, mit wie viel Appetit Du isst, kannst Du es vielleicht auch so dafür begeistern. Curry mit Möhren, Paprika und Erdnussbutter mögen so einige Kinder besonders gern. Manchmal wirst Du überrascht, wie schnell sich das “Gemüse-Problem” lösen lässt.

12. Bleibe auch bei Problemen immer positiv

Wenn all diese Tipps nicht helfen und Dein Kind partout kein Gemüse essen möchte, vermeide dennoch Diskussionen und setze es nicht unter Druck. Im Beisein anderer solltest Du auch nicht aussprechen, dass Dein Schatz kein Gemüse mag oder anstrengend in dieser Hinsicht sei. Bleibe bei Deinen Formulierungen immer positiv.

Mache Deinem Kind dabei immer klar, dass Du es nicht ärgern möchtest, aber Gemüse für das Wachstum und vieles andere wichtig ist. Und dass Zucker und nur Kohlenhydrate ungesund sind, Bauchschmerzen verursachen und es sich schlecht fühlt, wenn es nichts Gesundes zu sich nimmt.

“Mein Kind mag kein Gemüse” – trifft das auch auf Euch zu? Was machst Du dagegen? Wir freuen uns über Deinen Kommentar!


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