Süßigkeiten Kind naschen

Süßigkeiten: Wie viel darf mein Kind naschen?


Naschen ist in den meisten Familien früher oder später ein großes Thema. Denn fast alle Kinder lieben den süßen Geschmack. Prinzipiell ist gegen Naschen nichts einzuwenden, solange es nur ab und zu und in Maßen erfolgt. Im 1. Lebensjahr haben Süßigkeiten und Haushaltszucker auf dem Essensplan aber nichts zu suchen! Danach darf Dein Kind naschen: wie viel und worauf Du dabei achten solltest, erfährst Du hier.

Bewusst Naschen, statt nebenbei Knabbern

Eltern sollten versuchen, ihrem Kind einen bewussten und genussvollen Umgang mit Süßem zu lernen. Hier gilt immer: Geht genauso mit Süßigkeiten um, wie Ihr es von Eurem Kind erwartet! Es sollte niemals nebenbei aus Langeweile beim Fernsehen oder Spielen genascht werden, hier geht leicht die Kontrolle über die richtige Menge verloren. Man sollte sich mit dem Kind Zeit nehmen, zum Beispiel nach der Mahlzeit, um das Süße mit Genuss und bewusst zu Essen, am besten am Esstisch. So fällt es leichter Maß zu halten.

Süßes sollte kein Erziehungsmittel sein!

Süßigkeiten sind keine Belohnung und kein Trost. Sie sollten auch nicht gegen Langeweile eingesetzt werden. Dies kann dazu führen, dass Süßes eine zu große emotionale Bedeutung für das Kind bekommt und es auch später als Erwachsener in belastenden Situationen nach Süßem greift.

Die natürliche Süße zu nutzen

Die Vorliebe für den süßen Geschmack ist angeboren. Wie süß ein Lebensmittel empfunden wird, hängt allerdings davon ab, wie man es gewöhnt ist. Ihr solltet Euer Kind nur an mäßig gesüßte Lebensmittel gewöhnen. Zum Beispiel könnt Ihr bei der Zubereitung von Kuchen oder Süßspeisen die angegebene Zuckermenge reduzieren. Mit natürlich süßen Lebensmitteln, wie frischen oder getrockneten Früchten, lässt sich das Bedürfnis nach Süßem oft schon befriedigen. Darüber hinaus liefern sie eine Reihe wertvoller Inhaltsstoffe, wie Vitamine und Mineralstoffe.

Alternative Süßungsmittel

Süßungsmittel, wie Honig, Dicksäfte und Vollrohrzucker, bieten keinerlei Vorteile gegenüber herkömmlichem Haushaltszucker. Von Süßstoff rate ich Euch ebenfalls ab. Es fördert, genau wie Zucker, die Gewöhnung an den süßen Geschmack.

Versteckter Zucker

Ihr solltet bei Lebensmitteln immer kritisch sein und einen Blick auf die Zutatenliste werfen. Je weiter vorne der Zucker aufgeführt ist, desto mehr ist enthalten. Manchmal versteckt sich Zucker auch hinter weniger geläufigen Begriffen, wie Saccharose, Glucose, Glucosesirup, Dextrose, Maltose, Fructose und Lactose. Ein genauer Blick lohnt sich außerdem bei vermeintlich kinderfreundlichen Lebensmitteln, wie Müsliriegeln, Kinderschokoriegeln oder Kindermilchprodukten. Denn diese Lebensmittel haben häufig einen besonders hohen Fett- und Zuckergehalt.

Vorsicht vor zuckerhaltigen Getränken

Gezuckerte Getränke liefern viele Kalorien, daher erhöht ihr regelmäßiger Verzehr das Risiko für Übergewicht. Als Durstlöscher Nummer eins eignet sich Wasser. Soll es dann doch mal ausnahmsweise eine Saftschorle sein, sollte der Saft im Verhältnis 1:5 verdünnt werden.

10 Tipps für den maßvollen Umgang mit Süßem:

  1. Verabredet gemeinsam mit Eurem Kind nur gemeinsam an die süße „Dose“ zu gehen.
  2. Legt gemeinsam mit Eurem Kind eine Ration für zwei Tage bis eine Woche fest. In diesem Zeitraum entscheidet das Kind selbst, wie es sich seinen Vorrat aufteilt.
  3. Vereinbart eine feste Zeit mit Eurem Kind zur Naschzeit, zum Beispiel nach dem Essen.
  4. Plant bewusst Nachtische oder eine süße Zwischenmahlzeit am Nachmittag ein.
  5. Süßes vor oder anstatt einer Mahlzeit zu essen, ist tabu!
  6. Beugt mit regelmäßigen Mahlzeiten dem Naschen vor.
  7. Gesüßte Getränke sind die Ausnahme.
  8. Kauft nur wenige Süßigkeiten ein.
  9. Sorgt für attraktive Alternativen.
  10. Vermeidet Sätze, wie „Erst das Gemüse, dann gibt es etwas Süßes“, denn das erhöht den Stellenwert der Süßigkeit.

Zum Weiterlesen:

Welche Süßigkeiten darf Dein Kind naschen?

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