Baby wird Vitamin D Tabletten verabreicht

Vitamin D Tabletten: Warum muss ich die geben?


Warum muss mein Vitamin D Tabletten nehmen?

Vitamin D wird zur Kalziumeinlagerung und damit zur Verfestigung der Knochen benötigt, es fördert auch die Kalzium- und Phosphatresorption aus dem Darm. Wegen Lichtmangel tritt im Winter und Frühling oft ein Vitamin D-Mangel auf, der zur Rachitis führen kann. Als Rachitis wird eine mangelnde Aushärtung der wachsenden Knochen bezeichnet.

Der tägliche Mindestbedarf eines Säuglings an Vitamin D liegt bei 400 I.E.

Wie könnt Ihr Vitamin D Tabletten zuführen?

  • Ganzjährige Substitution mit täglich einer Vitamin-D-Tablette zu 500 I.E. vor einer Still- oder Flaschenmahlzeit gilt als sicherste Rachitis-Prophylaxe. Das Vitamin D wird ein Jahr lang gegeben. Liegt der 1. Geburtstag im Winter, sollte die Prophylaxe sicherheitshalber bis zum Frühjahr des nächsten Jahres fortgeführt werden. Auf einem Löffel Wasser zerfallen die Tabletten rasch, und können leicht vom Löffel getrunken werden.
  • Nur im Winterhalbjahr (Oktober bis März) erhält das Kind täglich 500 I.E. Vitamin D. Kommt das Baby im Sommerhalbjahr täglich  ins freie Tageslicht, wird auf die Vitamin-D-Gabe verzichtet oder eine reduzierte Dosis gegeben, das Kind bekommt z. B. täglich eine halbe (250 I.E.) Tablette oder alle 2 Tage eine ganze. Die Dauer an Tageslicht, richtet sich nach der u.a. Tabelle.
  • Bei allergischer Disposition oder wenn sich durch die Tabletten-Einnahme Blähungen verstärken, kann für beide oben beschriebenen Möglichkeiten statt Tabletten auch Vigantol® Öl (1 Tropfen enthält 600 I.E.) empfohlen werden. Das Öl hat sich über viele Jahre bewährt und enthält nur einen Hilfsstoff als Trägersubstanz für das fettlösliche Vitamin. Die üblichen Vigantoletten® enthalten 11 Hilfsstoffe. Vigantol® Öl ist verschreibungspflichtig, da bei unsachgemäßer Handhabung die Gefahr einer Überdosierung besteht.
  • In der anthroposophischen Medizin wird die prophylaktische Gabe von synthetisch hergestelltem Vitamin D als problematisch angesehen. Darum soll vorrangig die Eigenbildung von Vitamin D gefördert werden, eine generelle, künstliche Substitution wird abgelehnt. Bei entsprechender Lebensführung (das Kind muss täglich draußen mit unbedecktem Kopf direkt unter hellem Himmel sein) kann auf Vitamin-D-Gaben verzichtet werden.

Nachteile des Vitamin D

  • zu hohe Dosen: kann erst nach Jahren nachgewiesen werden
  • können Bauchschmerzen verursachen
  • Hypervitaminose: Calciumablagerung in Blutgefäßen und Niere, Reizbarkeit Appetitmangel, Obstipation, Erbrechen, Muskelhypotonie, Beeinträchtigung der geistigen Fähigkeiten

Wie viel Sonnenlicht ist ausreichend?

Die Bildung von Vitamin D ist abhängig von:

  • Breitengrad
  • Jahres- und Tageszeit
  • Witterung
  • Kleidung
  • Aufenthaltsdauer im Freien
  • Hauttyp
  • Verwendung von Sonnenschutzmitteln

Deshalb ist es schwierig, eine Angabe in Minuten zu machen, die für jeden Menschen gleich ist.

Hier einige Richtwerte (gilt für die Mittagszeit und Bestrahlung 3 – 5 x pro Woche)

Hauttyp I u. II   (hell bis sehr hell) Hauttyp III   (dunkel)
März-Mai       10 –   20 Min. 15 – 25 Min.
Juni-August     5 –   10 Min. 10 – 15 Min.
Sept. – Okt.   10 –   20 Min. 15 – 25 Min.

Bestrahlt werden sollten ca. 20 % der Körperoberfläche. Das entspricht Gesicht, Hände, Unterarme, evtl. noch Beine.

In den Monaten November bis Februar ist keine ausreichende Vitamin D-Bildung über die Sonne möglich. Jedoch wird das Vitamin D über Wochen oder sogar Monate im Körper gespeichert.

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