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Alkoholfreies Bier in der Schwangerschaft: Schädlich oder harmlos?


Hast Du während der Schwangerschaft manchmal einfach Lust auf ein Bier? Dann kannst Du Dir ja einfach ein Alkoholfreies gönnen. Oder?? Ob alkoholfreies Bier in der Schwangerschaft schädlich oder harmlos für Dein Baby ist – und warum alkoholfreies Bier in der Stillzeit sogar zu empfehlen ist, verrate ich Dir in diesem Artikel.

Alkoholfreies Bier – was genau ist das eigentlich?

Alkoholfrei bedeutet nicht automatisch, dass kein Alkohol enthalten ist. Ein Bier, welches als “alkoholfrei” deklariert ist, darf in Deutschland bis zu 0,5 Prozent Alkohol enthalten. Dieser Wert ist sehr gering und hat normalerweise keine nennenswerten Auswirkungen – es sei denn, man konsumiert es in Massen.

Die kleinen Restalkoholmengen entstehen im Herstellungsprozess. Und zwar nicht nur im Bier, sondern auch in alkoholfreiem Wein, Sekt und Fruchtsäften wie Apfelsaft. Hier kommt der Wert durch den Gärprozess zustande.

Ist alkoholfreies Bier in der Schwangerschaft erlaubt?

Auf der Seite des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE) erklärt der Ernährungsberater Christof Meinhold, dass nichts dagegen spricht, während der Schwangerschaft gelegentlich ein alkoholfreies Bier zu trinken.

Schädlich für Dein Baby wird alkoholfreies Bier in der Schwangerschaft jedoch, wenn Du über einen kurzen Zeitraum mehrere Flaschen trinkst, da sich der Alkoholgehalt summiert. Das gilt auch für alkoholfreien Sekt und Wein mit entsprechender Deklarierung.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann zu alkoholfreiem Bier greifen, das mit “0,0%” gekennzeichnet ist. Diese Biere enthalten garantiert keinen Alkohol – nur solche dürfen als “ohne Alkohol” gekennzeichnet sein. Sie sind genauso isotonisch und vitaminhaltig wie die >0,5%-Biere.

Alkohol in den ersten Schwangerschaftswochen

Wer sich in der Babyplanung befindet, verzichtet meistens schon auf Alkohol bzw. reduziert die Menge. Es gibt eine Situation, die fast jede schwangere Frau kennt: Nach dem positiven Schwangerschaftstest kommen schnell die Gedanken darüber auf, was man in letzter Zeit zu sich genommen hat.

Du hast vielleicht Angst, Deinem Ungeborenen geschadet zu haben, wenn Du Alkohol getrunken hast – und das ist auch völlig normal.

In dieser ersten Zeit kannst Du jedoch fast nicht beeinflussen. In den ersten zwei Wochen nach der Befruchtung muss sich die Eizelle einnisten. Es gibt in diesen ca. 14 Tagen nur zwei mögliche Situationen:

  • Die Eizelle ist gesund und nistet sich ganz normal ein, ein gesunder Embryo wächst heran.
  • Die Eizelle wurde geschädigt und nistet sich nicht ein, eine Schwangerschaft kommt nicht zustande.

Wenn Du schon über diese Zeit hinaus bist, musst Du Dir keine Sorgen machen, falls Du Alkohol getrunken haben solltest. Ab jetzt solltest Du jedoch komplett auf Alkohol verzichten.

Fazit: Alkoholfreies Bier in der Schwangerschaft in Maßen ok

Während der Schwangerschaft solltest Du die Finger von Alkohol lassen. “Ein kleines Schlückchen schadet doch nicht” kann ein Schlückchen zu viel für Dein Baby sein. Der Alkohol gelangt über die Plazenta direkt in den Blutkreislauf Deines Babys, das sollte jeder werdenden Mama klar sein!

Alkoholfreies Bier in der Schwangerschaft solltest Du also bewusst genießen – es sollte auf keinen Fall dazu dienen, den Flüssigkeitshaushalt zu decken. Wenn Du aber einfach mal Lust auf ein alkoholfreies Bier (oder einen alkoholfreien Sekt) hast oder Anstoßen möchtest, dann ist das in kleinen Mengen völlig in Ordnung.

Alkoholfreies Bier in der Stillzeit – gut für die Milchbildung?

Wenn Du während der Stillzeit Probleme mit Deinem Milchfluss hast, kann es sein, dass Deine Hebamme oder Stillberaterin Dir dazu rät, alkoholfreies Bier zu trinken. Die enthaltene Gerste soll einen besseren Milchfluss auslösen, weil sie die Bildung des Stillhormons Prolactin anregt – das bestätigten auch Wissenschaftler der Universität München in einer Studie. Empfohlen wird alkoholfreies Weizen- oder Malzbier.

“Echtes” Bier mit Alkohol und alle anderen alkoholischen Getränke sind in der Stillzeit aber genauso tabu wie in der Schwangerschaft. Der Alkohol geht nicht nur direkt in die Muttermilch über – man sagt auch, dass Babys den Geruch von Alkohol nicht mögen und deshalb schlechter an der Brust trinken.

Risikiere die Gesundheit Deines Kindes und Eure Stillbeziehung also nicht wegen “einem kleinen Schluck”!

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