Das Baby ist da: Die 13 besten Tipps f├╝r Neu-Eltern


Die erste Zeit nach der Geburt eines Babys kann für neue Eltern herausfordernd sein. Mit den Freunden und Verwandten, die das neue Baby und die Eltern besuchen, kommen meist auch viele Ratschläge und Tipps – auch gerne ungefragt. Das ist noch zusätzlich sehr anstrengend und kann verunsichern. Eins vorweg: Ihr als Eltern seid niemandem Rechenschaft schuldig und habt das Recht, Eure eigenen Erfahrungen zu machen.

Was tun, wenn Du Dich überfordert fühlst?

Obwohl alles neu ist, wissen frischgebackene Eltern in vielen Situationen ganz intuitiv, was zu tun ist. Aber es wird auch immer wieder Momente geben, in denen Du völlig ratlos bist. Die guten Neuigkeiten: Es geht uns allen so. Wir sind gelegentlich überfordert mit einem schreienden Kind oder einem chaotischen Haushalt. Und wir alle wachsen an den Herausforderungen. 

Neben der neuen Situation leiden alle Beteiligten wahrscheinlich auch unter erheblichem Schlafmangel. Wichtig ist es, jetzt Prioritäten zu setzen: Im Mittelpunkt sollten das Baby und ihr als Eltern stehen. Wir haben hier die besten Tipps für Neu- Mamas und – Papas zusammengestellt, mit denen Ihr die erste Zeit nach der Geburt so stressfrei wie möglich erlebt.

▶ Viel Hautkontakt

Hautkontakt ist enorm wichtig für das Baby (und Dich). Am besten kuschelt das Baby nur mit Windel bekleidet auf Deinem nackten Oberkörper. Der Hautkontakt hilft dabei, eine tiefe Bindung zueinander aufzubauen. Man spricht in dem Zusammenhang auch von Bonding.

▶ Stress im Baby-Alltag vermeiden

Damit im Alltag mit Baby so wenig Stress wie möglich entsteht, solltest Du Dinge immer gut vorbereiten. Wenn Du Dein Baby zum Beispiel badest, lege alles, was Du dazu brauchst, zurecht. So verhinderst Du, dass Du hin und her rennen musst, um zum Beispiel noch das Kapuzenbadetuch, die Seife oder die Windel zu holen. 

▶ Beruhigende Geräusche

Für viele Babys sind (laute), monotone Geräusche, auch weißes Rauschen genannt, sehr beruhigend. Durch die Zeit im Bauch sind sie solche Geräusche gewöhnt. Besonders beliebt sind Fön und Staubsauger. Mittlerweile gibt es aber auch Apps, die diese Geräusche erzeugen. Ein weiterer Vorteil ist, dass dadurch alltägliche Geräusche, die Dein Baby wecken könnten, übertönt werden. 

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▶ Richtig schlafen

Falls Dein Baby Probleme beim Schlafen hat, probiere es mit Gardinen oder Jalousien, die das Zimmer komplett abdunkeln. Angst vor der Dunkelheit haben die Kleinsten noch nicht. Außerdem kannst Du eines Deiner (getragenen) T-Shirts in die Nähe Deines Babys legen. Durch Deinen Geruch fühlt es sich geborgen und sicher. Aber stelle dabei sicher, dass das Shirt außer Reichweite des Kleinen ist – Decken, Kissen, Kuscheltiere und Co bergen Gefahren während des Schlafens.

▶ Selbstfürsorge

Es ist enorm wichtig, dass gerade Neu- Mamas sich auch um sich selbst kümmern. Das ist neben dauerndem Stillen / Fläschchen geben, Tragen oder Wickeln gar nicht so einfach. Selbstfürsorge bedeutet z.B., dass Du so viel Schlaf wie möglich bekommst. Und auch, wenn Du den Satz schon 1000 Mal gehört hast: Schlaf, wann immer das Baby schläft! Lass den Haushalt auch mal liegen und verschiebe den Besuch von Freunden und Familie. Dein Körper läuft aktuell auf Hochtouren und braucht zusätzlich Zeit zum Erholen und Heilen nach der Geburt. 

Dazu gehört auch, dass Du Dir Auszeiten gönnst. Vor allem in den ersten Wochen. Egal wie kurz diese ist, auch die kleinste Auszeit hilft, bei mentaler und körperlicher Gesundheit zu bleiben. 

▶ Gefühle zulassen

Ein Baby zu bekommen, verändert Dich nicht nur körperlich. Auch Deine Gefühle fahren Achterbahn. Gerade in den ersten Wochen nach der Geburt liegen Freude, Angst, Einsamkeit und Verzweiflung ganz dicht beieinander. Achte darauf, Deine Gefühle zuzulassen: Weine, wenn Du weinen möchtest. Und wenn es Dir hilft, sprich mit einer Person Deines Vertrauens über das Chaos in Deinem Kopf. Depressionen nach der Geburt sind nicht ungewöhnlich.

▶ Den Haushalt auch mal links liegen lassen

Du musst jetzt keine perfekte Hausfrau oder kein perfekter Hausmann sein! Versuche den Stress rauszunehmen: Es ist okay, wenn mal etwas liegen bleibt. Vielleicht könnt ihr vor der Geburt des Babys Essen vorkochen, oder ihr lasst Euch etwas vorbeibringen. Es ist mehr als okay, wenn Eure Prioritäten jetzt nicht beim Haushalt, sondern beim Baby liegen. 

▶ Vor der Geburt: Anträge ausfüllen

Es nimmt Euch viel Arbeit ab, wenn Ihr die Anträge für Elterngeld, Mutterschaftsgeld und Kindergeld so weit wie möglich vor der Geburt ausgefüllt habt. Legt Euch alles zurecht, auch die beschrifteten Briefumschläge mit Briefmarken. Wenn das Baby dann da ist, ergänzt ihr die restlichen Angaben und schickt die Anträge los.

In unserer Checkliste nach der Geburt findest Du alles übersichtlich aufgelistet.

▶ Du darfst „Nein!“ sagen

Du bist Mama oder Papa Deines Babys und Du machst die Regeln. Deshalb kannst Du allein darüber entscheiden, ob Du Ratschläge von Anderen annimmst oder ablehnst. 

▶ Vorbereitung ist das A und O

Von jetzt auf gleich gibt es jede Menge neue Dinge, an die Du permanent denken musst. Und es wird viele Situationen geben, in denen Du etwas vergisst. Das ist ganz normal und geht allen Mamas und Papas so. Vor allem in den ersten Tagen und Wochen mit Baby kann es eine ganz schöne Herausforderung sein, an alles zu denken. Versuche deshalb, so viele Dinge wie möglich schon vor der Geburt zu erledigen: Babys Erstausstattung ist im Idealfall komplett. Auch ein Paket Windeln sollte bereitliegen. Auch für Dich als Mama kannst Du vorsorgen. Zum Beispiel, indem Du Wochenbettbinden oder Stilleinlagen schon frühzeitig parat hast. Außerdem könnt Ihr den Vorratsschrank auffüllen, vorkochen oder Unterstützung durch Großeltern und Co organisieren. 

▶ Nimm Hilfe an!

Wenn Dich Dein Besuch fragt, ob Du Hilfe brauchst, sage ja! Selbst dann, wenn es schwerfällt. Lass Dir ruhig beim Abwasch, Wäschefalten oder Kochen helfen. Dabei könnt Ihr Euch trotzdem gut unterhalten. 

Appell an den Neu-Papa

  • Zeige Verständnis für das Gefühlschaos der Neu-Mama.
  • Übernimm so viel wie möglich Verantwortung und Aufgaben: Auch wenn Du als Neu- Papa nicht stillen kannst, so kannst Du doch Windeln wechseln, Kinderarzt Termine ausmachen, das Baby beruhigen, Aufräumen usw. 

▶ Der Plan funktioniert nicht? Dann wirf ihn über Bord

Wahrscheinlich hast Du Dir während der Schwangerschaft schon ausgemalt, wie es sein wird, Deinen kleinen Schatz endlich im Arm zu halten. Du hast Dir vielleicht auch überlegt, wie Du gewisse Themen handhaben willst. Also zum Beispiel das Stillen, Schlafen oder ob das Baby einen Schnuller bekommt. Das ist gut so – aber Du darfst Pläne auch loslassen und über den Haufen werfen, wenn sie für Euch nicht funktionieren. 

▶ Nicht vergleichen

Egal ob es um Größe und Gewicht des Babys, die Geburt, das Stillen oder sonst etwas geht: Vergleicht Euch nicht mit anderen Familien und vergleicht auch Euer Baby nicht mit anderen Babys. 


Fazit

Die hier aufgeführten Tipps sind nicht für alle Neu -Mamas und -Papas geeignet. Manchen frischgebackenen Eltern fällt es schwer, den Haushalt einfach liegen zu lassen oder Gäste wieder auszuladen. Jede Familie ist einzigartig. Wichtig ist, dass Ihr Euch mit Euren Entscheidungen wohlfühlt. Vertraut Eurem Bauchgefühl und macht genau das, was Euch gut tut. 

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