Kleinkind abstillen, Kleinkind nachts abstillen

Ein Kleinkind abstillen: Ist das wirklich schwieriger?


Laut einer Studie des Robert-Koch-Instituts (2014) werden nur 9 Prozent der Kinder in Deutschland länger als 12 Monate gestillt und nur ein Prozent über das zweite Lebensjahr hinaus. Ein Kleinkind abstillen ist also etwas Ungewöhnliches und stellt manche Mütter vor unerwartete Schwierigkeiten. Denn nicht nur fehlen Vorbilder und der soziale Rückhalt für das späte Abstillen eines Kindes, auch das Kind selbst leistet manchmal mehr Widerstand als im Babyalter.

Warum sich eine lange Stillbeziehung trotzdem lohnt und wie auch das Abstillen eines Kleinkindes möglichst konfliktfrei zu bewältigen ist, erklärt Dir unsere Autorin und Mama-Bloggerin Hanna in diesem Artikel.

Warum scheint das Abstillen eines Kleinkindes schwieriger?

Kleinkinder sind vehementer

Die meisten Kinder werden im Babyalter abgestillt, durchschnittlich mit 7,5 Monaten. In diesem Alter können sich Babys noch nicht verbal ausdrücken – sie kommunizieren unter anderem durch Quengeln oder Weinen. Weil Babys auch aus vielen anderen Gründen weinen und sich durch Fläschchen, Schnuller, Tragen und Kuscheln schließlich beruhigen lassen, fällt das Abstillen meist relativ leicht.

Bei einem Kleinkind dagegen, das Dich mit Kulleraugen ansieht und nach „Namnam“ oder „Mumu“ fleht oder gar „Bitte, Mama!“ sagen kann, erscheint das schon schwieriger. Kleinkinder wissen viel genauer, was sie wollen und lassen sich nicht mehr so einfach ablenken. Und selbst wenn Ablenkung funktioniert, erinnern sie sich später wieder daran. Du kannst nicht darauf setzen, dass sie das Stillen nach ein paar Tagen einfach vergessen. Außerdem ist Stillen gerade für Kleinkinder, die schon wie die Großen essen, viel mehr als Nahrungsaufnahme: Sie verbinden damit vor allem die Nähe zur Mutter, Trost und Beruhigung und oft auch das Einschlafen. Die Brust einfach durch ein Fläschchen zu ersetzen, funktioniert also normalerweise nicht.

Ein Kleinkind abstillen erfordert also mehr Konsequenz und Willensstärke von Deiner Seite.

 

Fehlende Vorbilder und Unterstützung

Sale

Wer ein Baby abstillt, der kann auf viel Erfahrung und Rückhalt von Müttern in einer ähnlichen Situation bauen. Wenn Du Dein Kind aber länger als 12 Monate stillst, verspürst Du möglicherweise Druck von außen. Das „Langzeitstillen“ ist gesellschaftlich nicht konform, da die meisten Mütter ihre Babys schon vor oder kurz nach dem ersten Geburtstag abstillen. So kannst Du vielleicht mit den Freundinnen nicht richtig darüber sprechen – weil sie die Erfahrung nicht haben, aber auch aus Angst vor Unverständnis.

Zum Glück gibt es online mittlerweile viele Erfahrungsberichte von Müttern zu lesen, die ihre Kinder erst später abgestillt haben oder noch immer stillen. Manche von ihnen hatten Probleme, für viele ging es aber viel besser, als erwartet. Kaum eine Mutter bereut, ihr Kind so lange gestillt zu haben.

Wenn Du konkrete Hilfe beim Abstillen Deines Kleinkindes benötigst, kann Dir eine Stillberaterin helfen, die sich auf das Abstillen von Kleinkindern spezialisiert hat. Wie auch beim Stillen eines Babys gilt hier: Hebammen sind nicht immer Experten auf diesem Gebiet. Wenn der Tipp Deiner Hebamme nicht Deinem Bauchgefühl entspricht, lohnt vielleicht der Anruf einer Expertin auf dem Gebiet Kleinkind abstillen.

Wann ist der beste Zeitpunkt zum Abstillen?

Wenn Du Dein Kind schon länger als ein Jahr stillst, dann weißt Du wahrscheinlich auch, dass das Langzeitstillen viele gesundheitliche und psychische Vorteile für Mutter und Kind mit sich bringt. Vielleicht fühlt es sich für Dich aber auch einfach nur intuitiv richtig an und Du genießt die Nähe und Vertrautheit mit Deinem Kind.

Oft haben ausgerechnet Mütter, die länger als die durchschnittliche Stillzeit in Deutschland stillen, sogar noch ein schlechtes Gewissen, wenn sie abstillen möchten. Das liegt vermutlich daran, dass diese Mütter sich intensiv mit dem Thema Stillen beschäftigt haben und zu gut um die gängigen Empfehlungen zur Mindest-Stilldauer (die WHO empfiehlt z.B., Kinder mindestens 24 Monate zu stillen) wissen. Und natürlich auch, weil sie sich so an das Stillen in ihrem Alltag gewöhnt haben und wissen, wie sehr ihr Kind es genießt.

Wer aber nicht darauf warten möchte oder kann, dass ein Kind von selbst aufhört, zu stillen – und dieser Zeitpunkt für das biologische Abstillalter liegt in der Regel zwischen 2 und 7 Jahren – für den gibt es den „richtigen“ Zeitpunkt wahrscheinlich nicht. Viele stillen so lange weiter, bis der Punkt erreicht ist, an dem es für die Mutter nicht mehr geht, meist aus psychischen Gründen – oder weil das Kind nachts ständig an die Brust will und den Schlaf stark beeinträchtigt. Dabei gibt es weder DEN richtigen Zeitpunkt, noch DEN richtigen Weg. Jede Mutter gibt ihr Bestes für ihr Kind und wenn sie nicht mehr kann oder will, dann sollte sie das auch tun können – ohne schlechtes Gewissen. Wichtig ist, dass Du als Mutter wirklich dahinter stehst, dann kann auch das Kleinkind die neue Situation akzeptieren.

Wie soll ich am besten Abstillen?

Für das konkrete Vorgehen gibt es verschiedene Möglichkeiten und Empfehlungen. Das eine Extrem ist das abrupte Abstillen von einem Moment zum nächsten. Das heißt, es findet ein „letztes Mal“ Stillen statt und danach gibt es partout keine Muttermilch mehr. Um einen Milchstau bzw. eine Brustentzündung zu verhindern, kannst Du Abstill-Tee oder ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Vielen Eltern scheint diese Methode aber zu harsch und sie möchten lieber ein bedürfnisorientiertes Programm für sanftes Abstillen anwenden. Ein sehr bekanntes solches Programm hat der amerikanische Kinderarzt und Attachment Parenting-Befürworter Dr. Jay Gordon entwickelt. Dieses Programm ermöglicht zunächst das nächtliche Abstillen.

Kleinkind nachts abstillen: Programm nach Dr. Gordon

Ein Kind, das nachts keine Milch mehr bekommen soll, muss mindestens 12 Monate alt und gesund sein. Du als Mutter solltest Dir absolut sicher sein, dass Du diesen Weg gehen möchtest.

Lege sieben Stunden in der Nacht fest, in denen Du nicht stillen, d.h. nach Möglichkeit durchschlafen möchtest.

Es soll ca. 10 Nächte dauern, bis die Veränderungen wirken. In dieser Zeit lernt das Kind Schritt für Schritt, dass es auch ohne Hilfe der Mutter nachts wieder zurück in den Schlaf finden kann, ohne dass das Auswirkungen auf den Rest der Zeit hätte. Das bedeutet, dass außerhalb dieser sieben nächtlichen Stunden auch weiterhin gestillt, gekuschelt und getröstet wird. Das ist wichtig, damit Dein Kind versteht: Die Milch ist zwar nachts im Bett nicht verfügbar, aber Mama und Papa sind trotzdem immer für mich da. Innerhalb dieser festgelegten sieben Stunden (z.B. 23-6 Uhr) aber nach und nach nicht mehr.

Dieses bedürfnisorientierte Programm zum nächtlichen Abstillen kann, je nach Temperament des Kindes, sehr anstrengend sein. Dafür fühlt es sie für viele Eltern, die bisher sehr auf die Bedürfnisse ihres Babys eingegangen sind, einfach richtig an, dies auch auf dem Weg zum Abstillen zu tun.

Wenn dieser Schritt geklappt hat, kannst Du nach einiger Zeit denselben Prozess auch für tagsüber durchführen und so das Stillen nach und nach reduzieren und schließlich ganz beenden.

10 Tipps zum Abstillen eines Kleinkindes
  1. Natürlich abstillen wäre die vermutlich angenehmste Version für alle. Viele Kinder verlieren mit etwa 2-3 Jahren das Interesse am Stillen. Wenn Du so lange warten kannst, tu es.
  2. Sei Dir selbst absolut sicher, sodass es kein Hin- und Her gibt, das es Deinem Kind schwieriger macht, die neue Situation zu akzeptieren. Wenn Du Dir nicht ganz sicher bist, warte noch.
  3. Sprich mit Deinem Kind, auch wenn es Dir noch nicht richtig antworten kann. Kleinkinder verstehen viel mehr, als wir denken. Binde das Kind jedoch nicht in den Denkprozess ein, sondern präsentiere nur das konkrete Vorgehen. So weiß es, was sich demnächst verändern wird. Mit einem größeren Kind kannst du einen konkreten Zeitpunkt, z.B. einen Geburtstag, als Still-Ende vereinbaren.
  4. Sprich auch dann mit Deinem Kind, wenn Du das Stillen vorerst nur reduzieren möchtest. Wenn Du z.B. nachts abstillen möchtest oder nur noch einmal am Tag, dann verbalisiere das auch jedes Mal, wenn Dein Kind nach der Brust fragt. Sei dabei verlässlich in Deinen Ankündigungen.
  5. Manchen Kindern hilft es, wenn jemand anderes als die Mutter sie in ihrer Wut oder Traurigkeit über den Entzug der Brust begleitet. Für andere ist der zusätzliche „Verlust“ der Mutter noch schwieriger. Probiere aus, welcher Weg für Euch funktioniert.
  6. Versuche, ob Deinem Kind in der Übergangszeit ein Schnuller oder ein Fläschchen mit Wasser / Ersatzmilch weiterhilft – auch, wenn es bisher vielleicht keinen Schnuller genommen hat.
  7. Vermeide vertraute Still-Orte oder Still-Positionen, z.B. den vertrauten Platz im Sessel oder das Halten Deines Kindes in der Wiegeposition.
  8. Vermeide, dass Dein Kind versucht, sich „selbst zu bedienen“, d.h. keine stillfreundlichen Oberteile oder Nachthemden, keine nackten Brüste in Reichweite des Kindes.
  9. Lass Dein Kind mit seinem Unmut über das Abstillen nicht allein – so wird auch eure Bindung keinen Schaden nehmen. Gib ihm Trost und danach etwas Ablenkung.
  10. Wenn sich das Abstillen für Dich falsch anfühlt, bestehe nicht darauf aus falscher Konsequenz. Dein Kind wird keinen Schaden nehmen, wenn Du doch noch einen Rückzieher machst.

Update:

Meine Erfahrung beim Kleinkind abstillen

Ich selbst habe unseren Sohn (mittlerweile 2,5 Jahre alt) 22 Monate gestillt.

Nachts abstillen: Viel Protest

Als mein Sohn etwa 14 Monate alt war, wollte ich ihn nachts nicht mehr stillen. Ich stillte ihn weiterhin zum Einschlafen und nach 4 Uhr morgens. Dazwischen erklärte ich ihm jedes Mal, dass es nachts keine Milch mehr gäbe. Als Ersatz bot ich ihm ein Fläschchen mit kaltem Wasser an. In der ersten Nacht nahm er das erstaunlich schnell an, obwohl er bisher nie aus der Flasche getrunken hatte. Nach ein paar Nächten wollte er die Wasserflasche nicht mehr.

In den ersten beiden Nächte gab es viel Protest und es war für mich sehr schwierig, bei meiner Entscheidung zu bleiben. Doch ich brauchte den Schlaf. In der dritten Nacht schien er die Situation bereits akzeptiert zu haben. Er wachte zwar weiterhin etwa alle zwei Stunden auf, konnte jedoch ohne Stillen wieder einschlafen.

Tagsüber abstillen: Fast ohne Widerstand

Nach 22 Monaten stillte ich ihn ganz ab. Nicht, weil ich es für falsch hielt, ihn noch länger zu stillen, sondern weil die Stillbeziehung für mich und meinen Partner zur Belastung geworden war, und damit indirekt auch für meinen Sohn. Auch nach vielen Versuchen, das Stillen zu reduzieren, wollte er teilweise alle 30 Minuten an meine Brust – und das mit einer enormen Vehemenz. Sobald ich in der Nähe war, durfte sein Papa absolut gar nichts tun, ihn am besten nicht einmal ansehen. In Stresssituationen wurde sein Verhalten noch ausgeprägter.

Also beschloss ich schweren Herzens, ihn abzustillen. Ohne irgendein Vorgehen zu planen, erklärte ich ihm eines Morgens aus dem Bauch heraus, dass ich das nun nicht mehr möchte, ihn stillen. Er quengelte kurz und beschäftigte sich dann mit etwas anderem. Ich hatte, ehrlich gesagt, mehr Widerstand erwartet. In den folgenden Wochen und Monaten fragte er noch unzählige Male nach seiner „Mu“, jedoch gab es nicht ein einziges Mal ein wirkliches Problem, wenn ich wieder und wieder sagte, dass ich das nicht mehr möchte.

Selbst heute, mit fast 3 Jahren, weiß er noch ganz genau, wie das war. Wenn ich ihn lasse, würde er sofort wieder versuchen, daran zu saugen. Nach einem kurzen Versuch stellt er dann fest, dass da „alle alle“ ist. Anfangs ließ ich ihn das auch noch versuchen, so oft er wollte. Ich hatte das Gefühl, dass es das einfacher für ihn macht. Wenn es nicht verboten ist, sondern einfach nichts mehr kommt. Seit einigen Monaten aber sage ich ihm auch da, dass ich das nicht möchte.

Ich bin froh und stolz darüber, wie lang und innig unsere Stillbeziehung war. Ich denke, dass ich ihm damit viel von der emotionalen Sicherheit und dem Grundvertrauen geschenkt habe, die er heute an den Tag legt.

Wie lange hast Du Dein Kind gestillt? Und wann hast Du abgestillt? Wir freuen uns über Deinen Kommentar!

Ein Kleinkind abstillen ist etwas Ungewöhnliches und stellt manche Mütter vor unerwartete Schwierigkeiten. Denn nicht nur fehlen Vorbilder und der soziale Rückhalt für das späte Abstillen eines Kindes, auch das Kind selbst leistet manchmal mehr Widerstand als im Babyalter. Warum sich eine lange Stillbeziehung trotzdem lohnt und wie auch das Abstillen eines Kleinkindes möglichst konfliktfrei zu bewältigen ist, liest Du hier #stillen #abstillen #kleinkind

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64 Kommentare zu “Ein Kleinkind abstillen: Ist das wirklich schwieriger?

  1. Servus
    Mein Sohn ist 29 Monate und ich bedanke mich für eure Erfahrungen. Und wir sind auch am langen abstillen in der Öffentlichkeit haben wir es mit Schnuller oder Apfelsaft schin sehr gut umgesetzt. sind jetzt dabei den Nachschlag nach dem Essen soweit zu verschieben das ich auch in ruhe fertig essen darf ohne kind an der brust.
    Aber es ist nicht immer einfach für mich, konsequent es durch zuziehen.

  2. Meine Kleine wird in einem Monat 3 Jahre und ich stille gerade ab.
    Nachts habe ich schon eine Weile abgestillt. Sie ist ein Kind, das nicht sehr stark trotzt und relativ vernünftig und ordentlich ist. Ich hatte ihr erklärt, dass nachts die Bubus schlafen müssen, und sie erst wieder darf, wenn es draußen hell wird. Die ersten Nächte gab es große Kämpfe, hauen, beißen, weinen. Es ist dann besser geworden, aber nachts aufwachen tut sie immernoch. Dann trinkt sie einen Schluck aus dem Fläschchen und legt sich auf meinen Bauch und schläft wieder ein. Gegen morgen, wenn es draußen hell wird lasse ich sie dann nuckeln, dann nuckelt sie ewig, stundenlang, ich kann gar nicht aufstehen weil sie nicht loslässt. Stillen macht sie so glücklich, aber es wird mir jetzt zu viel, deshalb stille ich jetzt ganz ab.
    Seit 3 Tagen sind wir jetzt ohne. Ich hab ihr erklärt, die Bubus machen eine lange Reise, und immer wenn sie danach fragt, erzähle ich ihr, wo die Bubus gerade sind: auf einem Boot, im Urwald, bei den Kamelen… sie lässt sich dann schon trösten und ablenken, aber fragt auch: „wann kommen die Bubus wieder zurück?“ Oder sagt: „jetzt sind sie wieder da“ Also vielleicht doch keine so gute Story. Weiss jemand eine bessere Art zu erklären? Etwas, was leichter zu akzeptieren ist als „Mama mag nicht mehr, Lina braucht nicht mehr, Lina ist groß“? Wie lange wird sie noch danach fragen?

    1. Hallo, bei uns kommt die Sommerfee, diese nimmt die Milch mit für die kleinen Babys weil unsere ja schon groß ist und kein Baby mehr. Und wen. Man groß ist dann braucht man keine Mamamilch mehr. Die Sommerferien wenn ich dann Urlaub habe da kommt die Sommerfee
      Bei der großen Schwester hat das gut geklappt die Sommerfee hat ihr auch einen Brief geschrieben und ein Geschenk zum kuscheln da gelassen. Bei der kleinen steht diese Phase kurz bevor.
      Liebe Grüße und viel Erfolg

      1. Wow das ist mal wirklich eine tolle Idee! Nun ist grade Sommer und ein guter Zeitpunkt. Meine kleine ist 2 Jahre und bald 3 Monate alt.
        Sie braucht die Brust nur noch zum einschlafen und wir stillen auch nicht mehr wie sonst im Bett, sondern die Brust gibt es nur noch auf der Couch und nur kurz. Aber das mit der Sommerfee und dem Geschenk, dass sagt mir total zu und ich werde das versuchen.
        Vielen Dank für das Teilen dieser Idee!

        Lg Franzi

  3. Ach endlich mal Nachrichten, in denen ich mich mit meinen Erfahrungen und Gefühlen wiederfinde. Kennt ihr vielleicht eine WhatsApp Gruppe, Online Stillgruppe oder ähnliches zum austauschen?

    Meine Erfahrung mit dem ersten Kind waren Abstillen mit 19 Monaten. Tagsüber ging es relativ gut. Man konnte ihn ablenken, anders trösten, geschlossene Klamotten anziehen etc Am Ende war es vor allem nachts sehr schwierig. Ich habe eine Woche fast nicht geschlafen, da er ständig wach wurde und geschriehen und geweint hat. Es war furchtbar. Das Einschlafen abends war anschließend sehr lange ein Problem ca bis er 3 Jahre alt war. Man musste stundenlang lesen, er ist immer wieder aufgestanden und ist meistens irgendwann beim spielen eingeschlafen. Irgendwann konnte man dann vorlesen und es wurde besser. Heute ist er 5 und einschlafen, ins Bett gehen etc ist völlig unproblematisch. Aber es war eine lange Zeit extrem kräftezerrend. Nun habe ich eine Tochter die 13 Monate ist und bei der ich nun hoffe einen leichteren Weg zu finden.
    Über Tipps und Austausch wäre ich sehr dankbar!

    1. Hi, vielleicht hilft es, zuerst nachts abzustillen. Dann habt ihr das Thema „Wiedereinschlafen ohne Brust“ schon durch. Und wenn nachts Wiedereinschlafen klappt, geht vielleicht auch abends Einschlafen besser.

  4. Hallo zusammen,

    mein Sohn ist jetzt 27 Monate alt. Er ist noch immer ein Stillkind. Wenn das zu Bett bringen schnell klappt, habe ich da meistens keine Probleme mit.
    Aber gestern Abend hat es nicht geklappt.
    Das lag auch daran, dass er nochmal zur Toilette musste.
    Aber nachdem ich Ihn viermal im Bett liegend angelegt habe, habe ich beim 5 mal gesagt, es reicht. Wir können jetzt kuscheln oder noch eine Geschichte lesen, aber die Brust wird nicht mehr ausgepackt.
    Da war das Geschrei natürlich vorprogrammiert. Nach 1,5 Stunden habe ich dann auch nachgegeben und bin mit ihm ins Bett gegangen. Er war dann auch relativ schnell eingeschlafen, aber nur an der Brust. Heute morgen wurde er trotzdem schon wieder um halb sechs wach und wollte wieder die Brust. Er nuckelt daran aber mehr herum. Aber wenn ich dann sage es reicht, sagt er, ok, aufstehen und klettert dann auch aus dem Bett.
    Da ist mein Entschluss wieder gereift, ich möchte abstillen. Er lässt sich nur von Papa ins Bett bringen, wenn ich nicht zu Hause bin und auch in naher Zukunft nicht komme. Ansonsten wird immer verlangt, dass ich Ihn ins Bett bringe und ihm dann auch die Brust gebe. Ich möchte auch Abends mal nicht fürs ins Bett bringen zuständig sein.. Aber zum mindestens möchte ich ein Ritual finden, in dem er Alleine einschläft. Sein Bett steht direkt neben unserem Bett. Wenn er mal darin schläft, schläft er auch besser. Weil er mag es nicht, wenn jemand nachts an ihn kommt, davon wird er dann wach. Aber wenn er es sich aussuchen darf, schläft er natürlich immer im Familienbett.

    Ach ja, Tagsüber kommen wir seit mehreren Monaten ohne Brust aus, aber bei mir schläft er auch nur im Kinderwagen oder im Kindersitz ein. Sobald ich ihn in der Wohnung schlafen legen möchte, verlangt er noch immer die Brust und schreit mich so lange an, bis ich ihn doch in den Kinderwagen oder so setze. Wenn ich nicht da bin, kann ihn jeder in der Wohnung schlafen legen. Der Papa, die Oma und natürlich die Tagesmutter.

    Ich wäre für jeden Rat dankbar. In meiner Vorstellung liest man abends gemeinsam eine Geschichte, singt ein Gute Nacht Lied und Kind schläft..

    Ich freu mich auf eure Antworten

    1. Hallo an euch alle,
      falls ihr eine WhatsApp Gruppe gegründet habt oder eine andere Form des Austausch gefunden habt würde ich mich sehr gerne anschließen. Meine Tochter ist 2,4 Jahre alt und wir befinden uns in einem lange andauernden Abstillprozess. Inzwischen sind wir tagsüber stillfrei, aber das war und ist nicht immer leicht und ich weiß noch nicht wie wir es auch abends und nachts schaffen können. Ich würde mich gerne mit Müttern austauschen, die ähnliche Erfahrungen haben. Wir könnteb uns sicher unterstützen.
      Herzliche Grüße

      1. Hallo Katharina,

        Dein geschriebenes könnte aus meiner Feder stammen. Es ist identisch und ich hab keine Lösung, wie ich es schaffen soll das sie abends oder generell ohne die Brust einschläft. Meine Tochter ist jetzt 2,5 Jahre und es wird schlimmer wenn ich das Thema anspreche.
        Gibt es eine Austauschgruppe?

      2. Hallo ihr Lieben,

        auch mir geht es ähnlich. Meine Tochter (22 Monate) stillt an manchan Tagen noch super oft. Auch abends und nachts ist stillen noch die Methode zum Einschlafen (außer ich bin nicht da, dann klappt es ohne Brust wunderbar…).

        Würde mich über Austausch sehr freuen …

        1. Bei mir ist es genau das gleiche…was nun leider immer schlimmer wird ist, dass sie sich nicht abdocken lässt ohne dass sie wach wird

      3. Hey, ich befinde mich Mitten im Abstillprozess eines absoluten Still-Junkie (26 Monate). Ich bin gerne offen für eine Austausch und meine Erfahrungen. :-)
        Wir haben zuvor noch viel am Tag und nachts gestillt. Es war alles anders geplant aber ich habe nun sofort komplett aufgehört.

        1. Hallo, ich würde mich sehr gerne mit dir austauschen da ich einen fast 3 Jahre alten Busenjunkie hier habe und soo gerne abstillen möchte

          1. Hallo, mein Junge wird nächsten Monat 3 und schläft auch nur an meiner Brust ein. Im Kindergarten geht der Mittagsschlaf aber problemlos. Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass er irgendwann von alleine die Lust am Nuckeln verliert. Solltet ihr die WA-Gruppe gegründet haben und wenn ich nicht zu spät dran bin, komme ich gerne dazu.
            Liebe Grüße
            Jasmin

      4. Hallo ihr Lieben,
        Ich stille meine 20 Monate alte Tochter auch noch und würde mich über einen Austausch in einer WhatsApp Gruppe freuen:)
        LG Charlotte

        1. Ich fände eine solche Gruppe auch toll, aber wir kommen wir zusammen, ohne unsere Mail oder Nr zu posten? Gibt es hier private Nachrichten? Lg Mine (mit stillenden Zwillingen, 18 Monate)

    2. Hallo Janina,
      das klingt genauso wie bei uns. Meine Tochter ist 25 Monate alt und ich möchte sie nicht mehr nachts stillen. Es ist mittlerweile einfach zu anstrengend und schmerzt.
      Ich sage ihr seit ca. 2 Wochen, dass es keine Brust mehr gibt, wenn der Osterhase kommt. Die anderen Kinder aus ihrer Krippe sollen dann parallel ihre Schnuller abgeben, sodass sie alle zusammen langsam auf den Moment vorbereitet werden. Ich weiß nicht ob es wirklich klappen wird, aber ich versuche es im Moment viel mit Worten zu erklären und hoffe, dass sie es dann akzeptieren wird. Können uns gern weiter darüber austauschen, es wäre schön, beim Projekt Abstillen eine Mitstreiterin zu haben :)

      1. Ich würde mich auch sehr gerne mit euch austauschen, vielleicht hat jemand Tipps, Ideen oder sogar schon positive Erfahrungen beim Abstillen gemacht. Mir wird es langsam nach fast 20 Monaten zu viel in der Nacht, auch wenn ich es noch versuche zu genießen. :) wie wir Nummern austauschen können ohne hier etwas zu veröffentlichen, weiß ich leider nicht. Liebe Grüße!

      2. Hi. Bei uns ists genau! Gleich und ich verzweifle fast täglich an den Abenden. Ich will nicht dauernd die Brust geben, aber ohne ist das Geschrei gross und dauert ewig. Bis ich wieder einknicke (und mich sehr über mich ärgere).

        Würd mich auch über einen Austausch freuen (gerne auch per Whatsapp :) ) denn gleichgesinnte findet man in dem Alter wenige :(

        Meine Tochter ist bald 2 Jahre und 5 Monate alt.

        1. Ich wäre auch dabei :)
          Suche auch dringeeend gleichgesinnte
          Mein sohn 2 Jahre und 5 Monate.
          Haben heute den ersten Versuch gemacht. Es war schrecklich. Ich habe leider heute aufgegeben. Er schrie weinte und ziehte an mir:bitte mama bitte.
          Ich weiß nicht, wie es weitergehen soll. Ich will es aber unbedingt beenden 🙄

          1. Hallo! Ich wäre auch gerne dabei 😊 mein Sohn ist 25 Monate und wir stillen nur noch zum Einschlafen, aber sobald Ich das verweigere gibts Ärger und/ oder viele Tränen. Außerdem wäre es schön, Mamas und Kids in der Nähe kennenzulernen. Lg Laura

          2. Bei einer WhatsApp Gruppe wäre ich gerne dabei. Meine maus ist jetzt fast 27 Monate. Ich hoffe zwar mit Geduld auf das natürliche abstillen, aber wir schaffen es einmal ohne Brust einzuschlafen und dann erstmal wieder nur an der Brust. Langsam wird es für mich zu anstrend und ich möchte fast schon nicht mehr :)

        2. Ich wäre dabei :)
          Mein Sohn ist 4 Jahre und 5 Monate alt. Bis zum 4. Geburstag war es für mich noch völlig in Ordnung und immer auch schön diese Nähe zu haben, aber inzwischen kann ich nicht mehr.

          Es ist meistens noch okay, selten schmerzhaft. Aber mir reicht es jetzt einfach.

          Der Vorteil an einem Kleinkind ist ja, dass man es viel besser erklären und mit ihm besprechen kann.

          Nachteil bei meinem aber, dass er mir genau erklären kann, warum er es noch will. Es ist so lecker, es beruhigt ihn und er kann besser schlafen.
          Dagegen kommt mein „Unwohlsein“ nicht an.

          Wir sind zumindest schon so weit, dass er versteht, dass ich es wirklich nicht mehr will und immer fragt.

          Ich habe es mal versucht zu erklären, dass die Brüste auch schlafen und sich erholen wollen und wir nicht mehr stillen, wenn es dunkel ist. Das hätte klappen können glaube ich. Aber bin eingeknickt. Finde es nachts soooo schwer, wenn man selbst so müde ist und einfach schlafen will…

          Freue mich also auch über jeden „Geheimtipp“! ;)

          1. Hallo
            ich lese hier ganz viel über WhatsApp Gruppen. Wurde eine Gegründet?
            Ich überlege auch, welcher Weg für uns der Richtige ist.

          2. Hallöchen zusammen,
            ich stille meinen Sohn seit 3,5 Jahren und bin jedoch in der SSW 6 und habe ein wenig Bedenken, ob ich für uns drei genug Nährstoffe aufnehme bzw. der Große dem Würmchen nicht Nährstoffe „klaut“. Ich stille jedoch nur noch zum Einschlafen und einmal nachts und manchmal morgens am Wochenende. Tagsüber habe ich abgestillt. Vielleicht kann mir jemand sagen, was sie in der gleichen Situation an Nahrungsergänzung (außer die üblichen Pränatalvitamine, die ich natürlich nehme) zu sich genommen hat.
            Ansonsten genieße ich trotz schmerzender Brust das Stillen und die Nähe sehr.
            Auch ich habe gehofft, dass er sich irgendwann von selbst abstillt, aber er ist ein richtiger „Still“-Junkie.
            Viele Grüße

          3. Ich wäre auch an einer a WhatsApp Gruppe interessiert! Bei meinem Sohn (4 Jahre) scheint es von seiner Seite nun soweit zu sein, daß er “groß genug ist nicht mehr bei der Mama zu trinken.” Er hat in letzter Zeit kaum mehr gestillt, aber doch immer wieder. Ich war nun auch für eine Woche beruflich weg. Es hat mich überrascht, daß meine Brust nicht geschmerzt hat, aber ich habe trotzdem Sorge vor einer mastitis (damals mit 5 Wochen) Kenne keine Stilberaterin für Kleinkinder.
            Liebe Grüße an alle!

          4. Hallo! Ich hätte auch Interesse. Meine Tochter ist 2,5 Jahre und ich würde mich auch über einen Austausch freuen.

          5. Hallo! :)

            Es ist so schön zu lesen, dass es auh andere Mütter gibt die lange stillen und es ihnen nicht leicht fällt nach der langen Stillzeit einfach aufzuhören.

            Meine jüngste Tochter ist jetzt 1,5 Jahre. (Zuvor hab ich nahtlos ihre große Schwester gestillt. Sie ist jetzt gute 3 Jahre. So stille ich seit 3 Jahren)…Sie schläft aktuell nachts länger an der Brust als ohne… auch tagsüber möchte sie mehrmals an Busen.

            Wenn ich mal nein sage, schreiht und tobt sie vor Verzweiflung. Langsam nagt es besonders nachts allerdings wirklich an meinen Kräften. Da der Schlaf einfach h nicht wirklich erholsam ist.
            Hat jemand Erfahrung ob Abstillltee beim Prozess langsam abzustillen eine Hilfe sein kann?

  5. Wor stillen übermorgen Frühs das letzte mal.Ende Nivember wird meine kleine große 4 Jahre alt und es gab keine Tränchen hab jeden Schritt mit ihr abgesprochen und soe sagt nun selber auch das sie nun ein großes Mädchen ist:)Ich bin sehr dankbar und stolz für fast vier Jahre nicht immer so leichte Stillbeziehung und bereue nicht eine Sekunde davon.Leider fällt meinen Brüsten das nicht ganz so einfach und ich hatte einen dicken Milchstraße aber meine Retter heißen Quark,Pytolacca,Lecithin und Ibuprofen.

  6. Meine kleine ist jetzt 26 Monate und macht keine Anstalten um abzustillen.
    Sie schläft sehr schlecht, die Brust hilft immer sie zu beruhigen. Habe es auch über eine Woche mal versucht, sie nachts nicht mehr zu stillen und somit würde nicht mehr geschlafen. Sie wachte (wie immer) nach maximal 2 Stunden auf, drehte ab und schrie sich dann wach. Dann schlief sie nicht mehr. Um ca 2 Uhr schlief sie dann durch Erschöpfung ein, allerdings nur für 10 Minuten, dann ging es von vorne los!! Ich hoffe sie verliert langsam Mal das Interesse.

    1. Liebe Nadine, bei uns ist es auch so (26 Monate, schläft nachts sehr schlecht, Brust ist DIE Methode, mit der sie sich beruhigen lässt). Tagsüber stille ich schon seit einem Jahr nicht mehr; seit sie in den Kindergarten geht, schläft sie dort mittags ohne Brust und ohne Probleme ein. Was mir ein bisschen beim besserschlafen zu helfen scheint: ein längliches Kissen zwischen mir und ihr, das lässt ihre Schlafphasen länger werden.

      Was ich gerade in einem anderen Forum gelesen habe, ist die Methode einer Mutter, die nachts abgestillt hat, in dem sie das Kind normal eingeschläfert hat mit Stillen und dann nur das 1. Mal nach ersten nächtlichen Aufwachen nicht gestillt hat. Das war dann emotional und nicht schön und irgendwann ist das Kind wieder eingeschlafen. Ab da hat sie wieder normal gestillt (d.h. wenn bei dir das Kind dann nach 10 min wieder aufwacht, hättest Du einfach normal gestillt). Nach ein paar Tagen war das mit dem ersten Nicht-Stillen in der Nacht kein Problem mehr, dann hat sie das auf das zweite Aufwachen ausgeweitet, usw. Ganz langsam, ganz sanft, ohne plötzlichen Entzug. DAS werde ich bei uns ausprobieren. Bei ihr hatte es einen Monat gedauert, für mich wäre auch eine längere Zeit okay… Viel Glück Dir!!!

  7. Hallo liebe Mamis!

    Endlich ein Forum gefunden wo ich mich etwas aufgehoben fühle.
    Meine Tochter ist jetzt 2 Jahre und 2 Monate alt und unser Abstillprozess ist seit Monaten ein auf und ab.
    Nachts stört es mich nicht da sie mittlerweile eigentlich gut schläft und nur zum Einschlafen und nachts 1 bis 2 mal gestillt werden möchte, aber mich nervt es dass sie tagsüber ganz oft und mehrmals hintereinander aus Langeweile, Frust, Schmerzen?,.. an die Brust möchte. Wenn ich ihr dann erkläre dass ich nicht möchte oder die Brust leer is, hat sie ganz heftige Wutanfälle und das macht es so schwer nicht nachzugeben. Aber ich genieße das Stillen einfach nicht mehr und kriege nach wenigen Minuten richtige Aggressionen weil es mich so nervt.
    Hätte wirklich niemals gedacht dass es so schwierig wird! Natürlich plagt mich dann auch noch ein schlechtes Gewissen weil sie mir so leid tut wenn sie sich so ärgern muss und so traurig ist…

    1. Hi.

      Bei uns ists ähnlich. Tagsüber klappts ohne aber ab dem Abend… phu… und mir neeeeervt es schon so. Gebe zwar nach, aber eine angenehme Situation ist das für niemanden…

  8. Hallo, ich stillt meine Tochter 23 Monate auch noch und bringe es noch nicht übers Herz abzustillen. Gibt es denn auch Hoffnung, dass ältere Kleinkinder trotz stillen auch bessere Nächte entwickeln? Ich finde stillen und schlecht schlafen wird immer in Zusammenhang gebracht. Stillen mach ich gerne, aber alle 2-3h wach werden ist über die Jahre schon hart.

    Liebe Grüße
    Mary

    1. Hallo Mary,
      meine Erfahrung nach 2 Stillkindern (einer stillt mit 2,5 Jahren immer noch): Nein. Für mich gab es mit nächtlichem Stillen keine ruhigen Nächte, nachts abstillen war die einzige Option. Bei dem einen hat das zu weiterhin unruhigen Nächten geführt, nur eben ohne Stillen. Beim zweiten hat es dazu geführt, dass er jetzt friedlich die ganze Nacht durchschläft. Es kann also klappen, eine Garantie gibt es leider nicht. Angeblich gibt es da draußen auch Stillkinder, die nachts dann durchschlafen. Mit 23 Monaten würde ich aber darauf nicht mehr hoffen ;)
      Liebe Grüße,
      Hanna

      1. Hallo, ich würde mich auch über Austausch freuen. Wir sind auch im Abstillprozess und es fällt mir so verdammt schwer, meine Tochter (25 Monate) schreien zu lassen. Ich würde ihr gerne die Brust abends zum Einschlafen geben, aber meine Brustwarzen werden jedesmal verletzt und entzünden sich. Ich habe seit Wochen keine Milch mehr, aber sie möchte einfach noch nuckeln.
        Hat jemand ähnliche Erfahrung gemacht?
        Meine erste Tochter habe ich mit 2,5 Jahren abgestillt.
        Liebe Grüße Verena

        1. Hallo Verena, ich habe dasselbe Thema. Ich bin erneut schwanger in der 18ssw und habe meine Tochter (30 Monate) bis zuletzt nach Bedarf, jedoch vor allem zum Einschlafen, gestillt. Seit ca. 2 Wochen ertrage ich es nicht mehr, weil meine Brustwarzen so empfindlich geworden sind. Ich muss also abstillen. Es kommt seit zwei Wochen auch keine Milch mehr und das macht es noch unangenehmer. Uns ist es schon gelungen tagsüber abzustillen, bis auf vor dem Mittagsschlaf. Und vor allem das abendliche Einschlafen gestaltet sich jetzt schwierig. Sie protestiert und weint und ich ertrage weder ihr Weinen noch das Nuckeln. Ich würde mich auch sehr über einen Austausch freuen. Lg Jenny

      2. Dieser kommentar iat jetzt schon lange her, aber vielleicht nützt es jemand anderem. Ich hatte auch lang schlechte nächte mit stillkind und vergeblich versucht nachts abzustillen. Ab 1.5 gab es ab und zu bessere nächte. Als sie dann mit 2.5 jahren keinen mittagsschlaf mehr brauchte, wollte sie auf einen schlag nur noch 1x nachts an die brust (und vorher ca alle 2h) und das konnte ich dann problemlos aufhören.

  9. Hallo, mein Sohn ist 3,5 Jahre und wir Stillen noch 😊 seit etwas einer Woche weiß ich das er ein Geschwisterchen bekommen wird 😀 wir freuen uns sehr aber nun steht die Frage des abstillens im Raum. Ich Stille ihn gerne und genieße unsere innige Beziehung. Er schläft nachts durch und es ist meist nur abends zum einschlafen und manchmal morgens nach dem aufwachen. Kann mir jemand Tipps geben?

    1. Hallo liebe Irla,

      erstmal herzlichen Glückwunsch zu Deiner Schwangerschaft! Schön, dass Du die Stillbeziehung zu Deinem Großen noch genießt. Es kann natürlich sein, dass Dir das Stillen während der Schwangerschaft unangenehm wird, weil die Brust empfindlicher ist.

      Viele Kinder stillen sich während der Schwangerschaft selbst ab, weil die Milch durch die Hormonumstellung anders schmeckt. Wenn das bei Euch nicht so von alleine klappt, kannst Du versuchen, nach und nach andere Einschlafrituale wie Singen, Kuscheln usw. einzuführen. Wichtig ist dabei in dem Alter, auch klar zu kommunizieren, dass die Brust jetzt leer ist bzw. Du ihn nicht mehr stillen möchtest – oder wie auch immer du es formulieren möchtest. Das Signal „Mama ist bei mir, auch wenn die Milch weg ist“ sollte beim Kind ankommen. Dennoch kann Unterstützung vom Papa natürlich hilfreich sein, wenn Dein Kind Deine Entscheidung nicht akzeptiert und wütend ist – was man ihm ja auch nicht verübeln kann.

      Wenn Du Dir sicher bist, das Du Dein Kleinkind abstillen möchtest, dann mach‘ das in Ruhe, aber ich würde auch nicht zu lange warten. Wenn der Babybauch größer wird, wird das Geschwisterchen auch immer mehr zum Thema, viele Kinder sind in dieser Zeit extrem anhänglich und Dinge wie Abstillen, Eingewöhnung oder Schnullerentwöhnung gestalten sich dann noch schwieriger. Wenn Du Euer Ritual beibehalten möchtest, dann schau Dir doch mal unseren Beitrag zum Thema Stillen in der Schwangerschaft und Tandemstillen an, den unsere Hebamme Monika geschrieben hat.

      Viele Grüße und alles Gute für Euch,
      Julia vom Babyartikel.de Team

  10. Vielen Dank für den tollen Artikel! Selten habe zu demThema so schön zusammengefasst und mutmachend gelesen :-)
    Meine Tochter habe ich kurz vor ihrem 3. Geburtstag abgestillt. Anfangs machte ich mir sehr viele Gedanken darüber, wie wir das Ganze am besten umsetzen, ohne viele Tränen usw. Letztendlich war es dann doch einfacher, als gedacht. Ich bin sehr froh, dass wir das so schonend umgesetzt haben und seitdem Kuscheln wir viel :-).

  11. Hallo ich habe meine Tochter 2,5 Jahre gestillt. Seit 4 Tagen stillen wir nicht mehr. Ich hab mit 12 Monaten einmal versucht sie tagsüber abzustillen was problemlos klappte außer etwas nörgeln, aber nach 2 Wochen bekam Sie eine Magen-Darm-Grippe und ich hab sie wieder gestillt. Bei der Kita-Eingewöhnung hat es durch das stillen etwas länger gedauert, aber es lag auch viel an meinem Vertrauen in die Einrichtung und das Personal, dass mussten Sie sich erst verdienen ( vorallem nach dummen Aussagen bezüglich stillen). Schlafen dachte ich wird voll das Problem, aber war es gar nicht…sie wollte da schlafen und es ging auch ohne stillen. Vor 2 Monaten bekam unsere Tochter ihr eigenes Bett und seitdem schläft sie da und ist total stolz und glücklich und damit wurde auch das Nachts stillen weniger. Aber mir war es trotzdem noch zu viel…also hab ich ihr vor 4 Tagen gesagt, dass ich es nicht mehr möchte und es für mich unangenehm ist. Sicher war sie wütend und auch sehr traurig, meistens durfte Papa sie trösten. Ich dachte es wäre gut wenn mein Mann sie ins Bett bringt, aber das wollte sie nicht so recht. Jetzt bring ich sie wieder ins Bett. Sie fragt zwar danach ob sie darf, aber sie gibt sich mit einem „nein“ und einer warmen Milch zufrieden und ganz viel und den Arm nehmen und kuscheln. Nachts wacht sie zwar noch auf, aber findet schnell wieder in den Schlaf mal mehr und mal weniger, aber so war’s beim stillen auch. Ich hoffe ich konnte euch etwas Mut machen und probiert es einfach aus und steht dahinter.

    1. Hallo,
      unsere Tochter ist 23 Monate alt. Momentan wird sie noch abends vor dem Schlafen im Wohnzimmer und nachts gestillt. Manchmal bin ich sehr genervt vom Stillen, vor allem weil sie immer mit einer Hand nach der Brust greift, aus der sie gerade nicht trinkt. Bisher habe ich es allerdings nicht übers Herz gebracht sie abzustillen, weil sie noch sehr daran hängt.
      Was die Kita betrifft: Bei dem Kennenlerngespräch wurde mir geraten abzustillen. Nach dem ich einen Artikel von Renz-Polster zu diesem Thema gelesen habe, habe ich mich dagegen entschieden. Die Entscheidung war für uns absolut richtig. Unsere Tochter hatte überhaupt keine Problem mit der Eingewöhnung und dem Schlafen in der Kita.
      Obwohl ich hinter meiner Entscheidung stehe unsere Tochter noch zu stillen ist es manchmal anstrengend und dann ist es schön zu wissen, dass es viele Mamas gibt, die „noch“ stillen. Vielen Dank!

  12. Hallo, mein Großer ist 22 Monate alt und wir stillen noch, meistens zum einschlafen und nachts/morgens. Mein Kleiner ist fast 4 Monate alt und ich habe das abstillen des Großen bisher immer aufgeschoben obwohl ich immer mal wieder genervt bin. Nach ca. 15 Monaten hatte ich das erste Mal die Nase voll aber da war Herbst und ich wollte ihn nicht abstillen wegen der positiven Wirkung aufs Immunsystem, vor allem in den Wintermonaten. Vor ein paar Wochen sind wir umgezogen – auch kein guter Zeitpunkt zum abstillen. Heute bin ich mal wieder besonders genervt, aber ich habe Angst ihn abzustillen, weil er ja bei seinem kleinen Bruder sieht wie der gestillt wird und oft will er da dann auch kurz mittrinken. Er trinkt nur eben nicht richtig sondern nuckelt meistens nur und das NERVT mich so! Aber irgendwie will ich ihn auch noch nicht abstillen, weil ich Angst habe dass ich ihm dann was wegnehme oder das unsere Beziehung darunter leidet oder dass er dann total eifersüchtig auf seinen Bruder wird. Ich bin soo ratlos und weiß einfach nicht, was jetzt richtig ist. Am liebsten würde ich ihn einfach so lange weiterstillen, bis er von selber nicht mehr möchte, aber ich weiß nicht ob ich das aushalte. Unsere Nächte sind auch oft sehr anstrengend und ich bin teilweise bis zu 1 Stunde wach, weil erst der Kleine Hunger hat, dann der Große und dann wieder der Kleine, und das geht so 3 bis 4 mal pro Nacht…

    Hat hier vielleicht jemand einen Tipp für mich oder war/ist in einer ähnlichen Situation?

    LG, Liane

  13. Hallo meine Tochter ist bereits über 3 Jahre und ich hätte nichts dagegen sie in den Schlaf mit stillen zu begleiten. Aber Nachts wäre gut wenn sie ohne Stillen schaffen könnte. Hat jemand einen Tipp?

    1. Hallo Susanne, meine Tochter ist auch über 3 Jahre und auch wir stillen noch. Wir haben allerdings vor ein paar Monaten das Stillen vom Schlafen getrennt. Das heißt das ich sie zb am Abend nach unserer Bücherrunde auf der Couch stille und wir dann gemeinsam ins Bett gehen. Seitdem sind unsere Nächte SOOOO VIEL BESSER! In diesem Alter kann man den Kindern das ja auch schon super erklären und ich habe ihr erklärt das ich nicht mehr Nachts geweckt werden möchte wegen der Brust.

  14. Hallo,ich bin Steffi und meine kleine Tochter ist 8Monate.
    Sie ist und wird meine einzige bleiben und durch eine schwierige Geburt,Angst sie zu verlieren in meinem Bett gelandet,vom ersten Tag an.Durch den Notkaiserschnitt und drei Tage im Bett gefesselt sein,hatte ich mir angewöhnt sie im liegen zu stillen.Es war auch irgendwie die beste Position.Bis zum 6Monat etwa,hat sie immer gut geschlafen,auch schon in ihrem Bett,in einem anderen Zimmer. Dort habe ich sie immer im Stuhl gestillt und konnte sie dann ins Bett legen.Der Rhythmus war alle vier Stunden,so dass ich auch Mal am gesellschaftlichen Leben teilnehmen konnte.Dann haben wir mit zu füttern angefangen und plötzlich war alles durch einander.Kein Rhythmus,alle Stunde,zwei oder wie auch immer.. mehrfach reinaufen,stillen,schlafen etc.Dann war ich irgendwann am Ende und habe sie wieder zurück geholt,ins Familienbett.komplet,vorher habe ich sie erst irgendwann in der Nacht mit rüber geholt.Da ich kein Nachtmensch bin und gar nicht klar komme,mit dem Aufstehen.Seit dem schläft sie sehr schlecht,ich habe etliches ausprobiert und erstmal komplett Druck raus genommen,da sie auch noch zahnt.Jetzt pegelt sich wenigstens der Tag ein und sie trinkt Vormittag meistens gar nicht, Frühstückt aber,ist Mittag und trinkt Nachmittag an der Brust,aber vermehrt in der Nacht und schläft nicht alleine,ca alle halbe Stunde laufe ich rein.Erste Runde Schlaf am Vormittag in der Trage oder Kinderwagen, Nachmittag im Bett oder Trage bzw Kinderwagen.Was kann ich nur tun,?

    1. Hey Stefanie

      Es wird besser !
      Halte durch :)

      Du könntest versuchen, ihr Tags immer zuerst was zu essen anzubieten, erst danach die Brust.

      Du könntest versuchen, den Papa einen Teil der Nacht übernehmen zu lassen (da schlief unsere Maus plötzlich bis um 4h durch statt alle 2h zu trinken).

      Ich habe zudem damals feste Stillzeiten am Tag eingeführt (9-12-15-18h, ab 18h wie oft sie wollte). Diese Stillzeiten 1 Woche eingeführt (davor hatte ich nach bedarf gestillt). Dann die Stillmahlzeit weggelassen, wo sie am meisten gegessen hat (war 9h), für eine Woche, dann wieder eine Woche noch eine. So wurden die stillabstände auch nachts länger. (Waren davir alle 2 h Tag und Nacht )

      Dem Kind erklären, dass man gerade nicht mehr kann (mama müde, später/erst schlafen, dann stillen); manches verstehen sie schon.

      Darauf achten, wie du es schon tust, dass sie auch anders als an der Brust einschläfst.

      Wichtig war bei uns, nicht an der Brust einschlafen lassen, sondern satt trinken lassen und dann zusammen liegen (mama auf Bauch, sodass die Brust ausser Reichweite). Denn wenn sie mit Brust eingeschlafen war, wollte sie sie beim nächtlichen aufwachen oder schlafen immer haben.

      Ein grösseres stillkind kann man gut fragen : kannst du die Mama schon loslassen? Das schüttelt vielleicht zunächst den Kopf, man sagt „ok“ und wartet kurz und fragt nochmal, evt mit Hinweis „mama kann so nicht schlafen“ und meist lässt sie dann los :) ganz ohne Protest, dreht sich und schläft ein.

      Plus: Beim zahnen zahnungsgel verwenden (manchmal saugen sie nur aus Schmerz und wissen sich nicht anders zu helfen, schlafen aber mit Gel easy).

      Viel Glück

  15. Meine Maus habe ich vor einem Monat komplett abgestillt (da war sie 17 Monate alt). Mit ca. 13 Monaten brauchte sie nachts keine Milch mehr, da habe ich dann nur noch morgens, manchmal mittags und abends gestillt, was allerdings mehr Kuscheleinheiten waren, weil sie ab ca. 11 Monaten komplett bei uns mitgegessen hat (und das mit riesigen Portionen! :) ). Irgendwann wurde ich dann wieder schwanger und merkte, dass mir das Stillen etwas unangenehm und ich dabei etwas ungeduldig wurde, weil nicht mehr viel Milch da war (und auch meine Maus hampelte zuletzt viel herum :) ), und so ließ ich erst mittags, dann morgens und dann als letztes das abendliche Stillen weg. Das lief völlig problemlos und sehr harmonisch ab, das hätte ich Anfang des Jahres überhaupt nicht gedacht (da hat sie zum Teil nachts noch stündlich gestillt!). Wir waren einfach beide bereit dafür und dafür werden jetzt umso öfter andere Kuscheleinheiten eingelegt :) Es war eine wunderbare Stillzeit und ich bereue nichts, und ich wünsche mir, dass dies beim nächsten Kind genauso harmonisch über die Bühne geht!

  16. Hallo Katja,
    Genau das gleiche hatten wir bei unserer Eingewöhnung auch zu hören bekommen. Mein Sohn war da 14 Monate alt und ich war vom Gefühl auch noch nicht bereit gewesen ihn abzustillen.
    Laut der Erzieher sollte ich abstillen, weil er sonst nie dort schlafen würde, obwohl wir es zu dem Zeitpunkt noch nicht mal probiert haben. Zum Glück habe ich auf mein Gefühl gehört und siehe da, es hat zwar ein paar Wochen gebraucht, aber er schläft nun ganz alleine in der Kita ein…zuerst brauchte er noch vermehrt den Körperkontakt und nun ist es so, dass er sich auf seine Matratze legt und alleine einschläft. Probiert es aus, so oder so wäre es eine Veränderung für dein Kind, mit ein bisschen Geduld kann alles klappen. Alles Gute!

  17. Mein Kind ist 21 Monate alt und ich stille ihn zum Einschlafen und nachts. Ich bin schon so gewohnt und mir macht es nix aus. Ich geniesse es und mein Kind auch. Jetzt haben wir die Eingewöhnung in der Krippe angefangen. Er tut sich schwer die neue Situation anzunehmen. In der Krippe machen Sie mir Druck, dass ich mittags abstillen muss und dem Kind beibringen alleine bzw. mit Streicheln einzuschlafen. Ich bin so frustriert und weiß nicht wie weiter. Ich kriege ständig gesagt, dass dem Kind ganz schwer wird, dort zu schlafen und die Eingewöhnung mehrere Monate dauern wird und alles nach hinten los gehen kann, was wir bis jetzt in der Eingewöhnung geschafft haben. Ich muss in 2,5 Wochen wieder arbeiten. Und bin so verzweifelt. Eigentlich will ich gar nicht abstillen aber ich will dass meinem Kind gut geht. Hat jemand solche Erfahrung und vielleicht kann mir ein paar Stopps geben? Den Schnuller, Milchflasche hat mein Kind nie akzeptiert. Wie beruhigt man das Kind und bringt zum Schlafen ohne zu stillen? Lg

    1. Auch ich möchte gerne noch meine Erfahrungen teilen, obwohl der Kommentar sicher nicht mehr aktuell ist. Ich habe 2015 bei der Eingewöhnung unseres Sohnes mit 14 Monaten bei der Tagesmutter Ähnliches zu hören bekommen (und damals wenig Infos gefunden). Ich sollte laut den Tagesmüttern besser abstillen, da gestillte Kinder viel mehr an der Mama hingen und schwieriger einzugewöhnen seien. Unser Sohn hatte allerdings keinerlei Probleme, sich von mir zu trennen. Das erkannten die Tagesmütter recht schnell, empfahlen dann aber im Verlauf der Eingewöhnung, als sie mitbekamen, dass ich doch noch stillte, ich solle die Einschlafsituation dringend ohne Stillen üben, da das sonst nicht klappen würde mit dem Mittagsschlaf. Ich fand es zwar doof, für die Vertrauensbeziehung, wollte aber auch keine self fulfilling prophecy heraufbeschwören und behauptete, er würde ohne Brust einschlafen. Und obwohl er weder Schnuller noch Kuscheltier akzeptierte, verstand er sofort, was dort Sache war, war ausgepowert vom Spielen und schlief ab dem ersten Versuch immer ohne Probleme ein. In Gesprächen mit anderen Müttern stellte ich fest, dass auch hier einige nicht ganz ehrlich bezüglich ihrer Angaben in Kita/Tagespflege zur heimischen Einschlafsituation gewesen waren, weshalb die vermeintliche Beobachtung der Tagesmütter/Erzieherinnen, dass gestillte Kinder mehr Probleme beim Mittagsschlaf haben, meiner Meinung nach sehr zu hinterfragen ist.
      Bei meiner Tochter habe ich mir schon keinen Stress mehr gemacht, wobei hier auch die (neuen) Tagesmütter sehr viel entspannter waren. Auch sie schlief bei der Eingewöhnung dort mit 12 Monaten sofort ein und genauso gut klappte das bei der Eingewöhnung ein Jahr später in der Kita, obwohl sie bis heute bei mir gestillt werden will. Ich denke, das hat wesentlich mehr mit dem Charakter des Kindes als mit gestillt oder nicht gestillt werden zu tun, wie Kinder damit bei der Eingewöhnung klarkommen. Wie immer muss jeder seine eigene Lösung finden und Vertrauen in die Fähigkeit seines Kindes haben, sich an unterschiedliche Situationen anzupassen.

    2. Hallo Katja,

      ich denke für dich hat sich das Problem gelöst, aber vielleicht hilft es ja anderen Lesern: ich habe meinen Sohn mit 12 Monaten eingewöhnt und das Stillen war überhaupt kein Problem. Er konnte klar differenzieren, dass er in der KiTa nicht gestillt wird. Nach ein paar Tagen schlief er das erste Mal dort. Er schlief im eigenen Kindewagen und mit einem Schnuffeltuch, welches ich schon einige Tage ständig an meiner Brust trug, ein.
      Und wenige Monate später schaffte er es sogar im Bett dort einzuschlafen. Zuhause undenkbar, da stille ich nach wie vor in den Schlaf (er ist mittlerweile 19 Monate alt).

      Also alles möglich!

    3. Hallo Katja,
      ich stille unsere Tochter mit 20 Monaten noch morgens, nachmittags und abends. Zum Einschlafen stille ich sie immer kurz, aber nicht mehr bis zum richtigen Einschlafen. Sie wurde die ersten sechs Monate fas ausschließlich gestillt, da sie das Fläschchen nicht wollte und auch keinen Schnuller genommen hat. Also schon ein ziemliches Brustkind. :) Mit knapp 9 Monaten ist sie halbtags in die Kita gegangen, und ich dachte auch, dass das mit dem Stillen sicher noch schwierig sein würde. Aber sie hat mich mich richtig positiv überrascht: Klar, musste sie lernen, in der Kita einzuschlafen – aber das müssen ja alle Kinder, ob gestillt oder nicht. Sie hat richtig schnell verstanden, dass es in der Kita eben etwas anders läuft, und das war und ist offenbar in Ordnung. Ich hoffe, bei euch ist es inzwischen auch entspannter geworden, und du musstest nicht gegen euren Wunsch komplett abstillen. Es gibt ja auch Mittelwege. Bei uns klappt das super so.

    4. Hallo Katja,

      das klingt nach einer wirklich schwierigen Situation. Zunächst einmal finde ich es schön, dass Du nicht einfach so leichtfertig abstillen möchtest sondern Deinem Kleinkind auch weiterhin gerne gibst, was ihm gut tut.

      Zur Situation in der Kita: Es ist meiner Erfahrung nach schon so, dass gestillte Kinder, die es nicht gewöhnt sind, ohne Brust einzuschlafen, in der Kita schwerer zur Ruhe kommen mittags. Allerdings ist das keine absolute Regel ohne Ausnahmen. In der Kita funktioniert vieles anders, Du wirst erstaunt sein, was Dein Sohn schon alles kann, womit Du niemals gerechnet hättest. Warum also nicht auch einschlafen?

      Das hängt übrigens nicht nur von Deinem Sohn, sondern auch von Geschick und Geduld der Erzieher vor Ort ab. Bei meinem Sohn (damals 16 Monate, gestillt bis 22 Monate) zum Beispiel war es so, dass er nur bei einem einzigen Erzieher einschlafen konnte, alle anderen sind an ihm verzweifelt. Bei mir konnte er bis zum Abstillen nicht ohne Brust oder Tragen einschlafen.

      Ich an Deiner Stelle würde es also erst einmal darauf ankommen lassen und es die Pädagogen eine Weile versuchen lassen.

      Wenn Du ihn wirklich abstillen musst bzw. willst, dann sollte Dir vielleicht jemand anderes helfen. Denn wenn die Brust so nah ist, wird er das wahrscheinlich nicht akzeptieren. Erst, wenn er die Milch nicht mehr riecht und gewöhnt ist, und er gleichzeitig mit jemand anderem Strategien zum selbst einschlafen ohne Stillen entwickelt hat, kann er diese auch mit Dir zusammen üben.

      Ich wünsche Dir viel Erfolg und hoffe, es führt für euch vielleicht noch ein Weg am Abstillen des Kleinkindes vorbei!

      Hanna

  18. Meine Tochter ist fast 27 Monate. Auch wir stillen noch. Mit 23 Monaten waren wir nach ein paar Nächten soweit das sie nachts ohne auskam. Tagsüber und zum einschlafen aber noch brauchte. Inzwischen ist es umgekehrt. Tagsüber nur noch zum einschlafen (ganz vereinzelt noch morgens) dafür nachts wieder ständig. Es ist so belastend für mich aber wir schaffen es einfach nicht :( Schnuller und Flasche wollte sie noch nie, sie wacht nachts auf, streichelt mich und sagt „Mama bitte Busen“.
    Anders ist sie nicht zu beruhigen. Die Tatsache das ich alleinerziehend mit 3 Kids bin und meine Nerven oft blank liegen macht es mir noch schwerer da konsequent zu sein.
    Sowohl von meinem Parter als auch von meiner Mutter bekomme ich ständig zu hören Dax sie endlich weg vom Titti soll weil sie schon so groß ist. :(
    Und ich befürchte ganz ehrlich, sie wird noch Monate dran hängen wenn nicht Jahre. Und das ertrage ich echt nicht :(

    1. Hey, zunächst mal, wenn du momentan nicht die Kraft für das abstillen hast, dann ist es auch nicht der richtige Zeitpunkt! So einfach. Dafür sollten wirklich ausreichend Ressourcen und Unterstützung vorhanden sein!
      Vielleicht bietet sich in naher Zukunft schon ein besserer Zeitpunkt an um die Sache anzugehen und sich darauf vorzubereiten! Ich hab meine Maus (28 monate) vor kurzem nachts abgestillt und es lief besser als vermutet… hatten mit ca 18 Monaten bereits einen gescheiterten Versuch… diesmal war ich besser vorbereitet und sie hat es auch besser verstehen und annehmen können!
      Viel Kraft dir! Und denke dran: alles kann, nichts muss! Druck rausnehmen!✌️

    2. Hallo
      Unser Sohn wird 2. Ich möchte auch abstillen…Hab schon mehrere Anläufe gehabt.
      Er tut mir immer so leid. Außerdem verweigert er das Essen und will nachts ständig gestillt werden.
      In der Kita isst er ohne Probleme.
      Es strengt mich schon so an.
      LG

    3. Hallo. Stresst dich dein Umfeld, oder möchtest du das tatsächlich selber nicht mehr.
      Lass dir nicht von anderen rein reden, ich weiß, dass ist leicht gesagt, aber das ist dein Weg, euer weg und gerade als alleinerziehende Mutter musst du eine Lösung finden, die sich für dich gut anfühlt.
      Ich wünsche dir so viel Kraft!!!
      Liebe Grüße

  19. Unsere Tochter ist 21 Monate alt und ich habe schon 2 Abszillversuche hinter mir:
    1) Nachts (mit ca. 18 Monaten): nach 2 Wochen habe ich das nächtliche Abstillen aufgegeben, da unsere Tochter zwar dann immer ohne Brust einschlief, allerdings auch eine halbe Stunde später wieder wach wurde. Darauf folgte dann wieder 30 bis 60 Minuten Einschlafbegleitung. So ging es die ganze Nacht. Irgendwann hat der Schlafmangel mich dazu gebracht, wieder zu stillen. Sie verlangt jetzt nachts wieder ca. alle 2 Stunden ihre Stillmahlzeit.
    2) Jetzt mit 21 Monaten (tagsüber statt nachts): tagsüber klappt es mit Ablenkung sie meist vom Stillen abzubringen. Wir sind von ca. 10 Mal bei 1 bis 3 Mal am Tag gelandet. Allerdings ist es immer noch schwer, sie zum Essen zu bewegen. Es dauert oft 1 bis 2 Stunden bis sie zumindest eine Kleinigkeit (z.B. halber Äpfel und 1 Knäckebrot) aufgegessen hat. Sie wird dafür jetzt nachts öfter wach und holt sich so scheinbar die fehlenden Kalorien.
    Mein Fazit: ich finde es tatsächlich schwer, sie abzustillen – wir sind noch nicht am Ziel angelangt. Und ja: mir fehlen tatsächlich auch Erfahrungen von anderen – von Familie und Freunden Ernte ich nur Unverständnis – sie stellen es dar, als müsste man das halt mal ein paar Tage durchziehen und dann würde das schon klappen.

  20. Kind 1 hat sich mit 20 Monaten etwa selber abgestillt.
    Ich war im 8 Monat Schwanger und die Milch schmeckte nicht mehr.
    Wäre jetzt für das Baby.
    Dieses „Baby“ ist jetzt fast 3 Jahre alt und wird zum schlafen immer noch gestillt.
    Langsam wird es unangenehm für mich. Tagsüber ging von alleine aber jetzt werde ich wohl aktiv abstillen müssen.

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