Mamas erzählen: Diese Produkt war meine Rettung

Eisen in der Schwangerschaft: Wann und wie viel musst Du nehmen?


Viele Frauen kämpfen während der Schwangerschaft mit Eisenmangel. Meist verschreibt der Arzt dann Eisentabletten – doch teilweise stellt sich dabei kaum ein Erfolg ein. Warum Dein Körper in der Schwangerschaft Eisen besonders dringend braucht und wie Du einem Eisenmangel vorbeugen, feststellen und behandeln kannst, erfährst Du hier.

Die Aufgabe von Eisen im Körper 

Was macht Eisen im Körper überhaupt? Ein Großteil des Eisens, das wir aufnehmen, bildet das sogenannte Hämoglobin. Hämoglobin ist der Blutfarbstoff der roten Blutkörperchen. Es bindet Sauerstoff und ist somit für die Versorgung unseres Körpers mit O2 mitverantwortlich. Ist der Eisenwert zu gering, führt dies unter anderem zu Blutarmut und schlechterer Versorgung mit Sauerstoff. Neben dem Hämoglobin kommt Eisen im Myoglobin, im Protein der Muskeln sowie in der Leber vor.  

Die Aufnahme von Eisen erfolgt hauptsächlich im Zwölffinger- und Dünndarm. Entweder wird das Spurenelement in der Darmwand gespeichert oder an das Blut abgegeben. Ist die Aufnahme von Eisen zu gering, dann sind unter anderem diese Folgen möglich: 

  • Müdigkeit 
  • Kurzatmigkeit 
  • Verminderte Leistungsfähigkeit 
  • Blässe 
  • Haarausfall 
  • Eingerissene Mundwinkel 
  • Brüchige Nägel 
  • Depressionen
  • Ängste 
  • Schlafprobleme 
  • Reizbarkeit 
  • Restless-Legs-Syndrom 

In der Schwangerschaft brauchst Du 50 % mehr Eisen

Wenn Du ein Baby erwartest, dann leistet Dein Körper Enormes. Damit das zusätzliche Blut für das Baby sowie die Plazenta gebildet werden können, steigt der Eisenbedarf um 50 Prozent.

In der Schwangerschaft sind etwa 27-30 Milligramm Eisen pro Tag notwendig, um Mutter und Nachwuchs optimal zu versorgen. Führst Du Deinem Körper während der Schwangerschaft genug Eisen zu, dann werden Du und Dein Baby perfekt mit Sauerstoff verpflegt. Außerdem dient das Spurenelement auch der Gehirnentwicklung Deines Sprösslings.  

Wenn Du in der Schwangerschaft zu wenig Eisen zu Dir nimmst, wirst Du als erstes die oben genannten Symptome spüren. Allerdings sind viele Schwangere durch den veränderten Hormonhaushalt sowieso müde oder haben Schlafstörungen – und bemerken des Eisenmangel deshalb möglicherweise nicht selbst.

Ist Eisenmangel in der Schwangerschaft gefährlich fürs Baby?

Von Natur aus ist Dein Körper so programmiert, dass er Dein Baby vorrangig mit Eisen versorgt. Nimmst Du also zu wenig des Nährstoffs auf, dann spürst zunächst Du den Mangel. Die unzureichende Zufuhr wirkt sich bei Deinem Baby erst dann aus, wenn ein massives Defizit vorliegt. Folgen von Eisenmangel für Dein Baby können sein: 

  • Niedriges Geburtsgewicht 
  • Schlechte Gehirnentwicklung teilweise mit Spätfolgen 
  • Frühgeburt 
  • Risikoanstieg der Neugeborenen-Sterblichkeit  
  • Totgeburt 

Eisenwert wird in der Schwangerschaft regelmäßig kontrolliert

Damit ein Eisenmangel und die schlimmen Folgen während der Schwangerschaft vermieden werden, führen Dein Arzt oder die Hebamme regelmäßig Bluttests durch. Dabei wird der Hämoglobin-Wert (Hb-Wert) bestimmt. Zu Beginn der Schwangerschaft und im letzten Trimester ist ein Wert von mindestens 11,0 g / Deziliter Blut normal. Zwischen dem 4. und 6. Monat gilt auch ein Wert von 10,5 g / Deziliter Blut als vertretbar. In Deinem Mutterpass kannst Du die Werte nachlesen.

Wenn Symptome eines Eisenmangels in der Schwangerschaft auftreten, Dein Hämoglobinwert aber in Ordnung ist, dann kann Dein Arzt zusätzlich auch bestimmen, ob eine sogenannte latente (versteckte) Blutarmut vorliegt. Von einer latenten Blutarmut spricht man, wenn der Eisenspeicher leer, der Hämoglobinwert allerdings noch in Ordnung ist.  

Eisen in der Schwangerschaft am besten mit Nahrungsmitteln decken 

Damit kein Eisenmangel entsteht, solltest Du am besten schon vor der Schwangerschaft mit einer guten Versorgung starten. Es gibt zahlreiche, leckere Snacks, die hohe Mengen an Eisen liefern.

Rindfleisch versorgt Schwangere mit Eisen – aber bitte keine Leber

Als Klassiker im Kampf gegen zu niedrige Eisenwerte gilt Rindfleisch. Tatsächlich liefern rote Fleischsorten einen besonders hohen Anteil an hochwertigem Eisen, dem sogenannten HÄM-Eisen. Dieses wird vom Körper dreimal besser aufgenommen als Eisen, welches in Getreide und Gemüse vorkommt. Exzellente Lieferanten sind Blutwurst mit 30 g Eisen / 100 g Produkt und Leber mit 18 g Eisen / 100 g Produkt. Aber Vorsicht: Auf Leber solltest insbesondere zu Beginn Deiner Schwangerschaft verzichten, weil ihr hoher Vitamin A-Gehalt dem Baby schaden kann.

Vegetarische Schwangere müssen besonders auf eisenreiche Ernährung achten

Bedeutet dies im Umkehrschluss, dass Pflanzen-Esser automatisch unter Eisenmangel leiden? Ist vegetarische Ernährung in der Schwangerschaft gefährlich? Tatsächlich ist es so, dass fleischlos lebende Schwangere sich intensiver mit ihrer Nahrungszusammensetzung beschäftigen sollten. Achte als Vegetarierin in der Schwangerschaft besonders darauf, viele eisenhaltige Lebensmittel auf Deinen Speiseplan zu setzen.

Eine gute Eisen-Versorgung gelingt Dir mit dem regelmäßigen Verzehr von:

  • Weizenkleie
  • Nüssen
  • Hülsenfrüchten (z.B. rote oder weiße Bohnen, Kichererbsen)
  • Vollkornprodukten
  • Samen

Eisenpräparate in der Schwangerschaft: Achtung bei der Einnahme

Viele Experten gehen davon aus, dass Frauen in der Schwangerschaft ihren erhöhten Nährstoffbedarf nicht über die Nahrungsaufnahme alleine abdecken können. Insbesondere Jod und Folsäure gehören zu den Komponenten, die künstlich zugeführt werden sollten. Häufig werden aber auch Nahrungsergänzungsmittel mit Eisen in der Schwangerschaft verabreicht. 

Mir persönlich widerstrebt die Annahme, dass die Natur uns nicht ausreichend versorgen kann. Ich gehe davon aus, dass die Menschheit nicht zigtausend Jahre überdauert hätte, wenn alle schwangeren Frauen unter massiven Mangelerscheinungen gelitten hätten. Möglicherweise sind unsere heutigen Lebensmittel, aufgrund von massiver Bodenbewirtschaftung und anderen Faktoren einfach nicht mehr so nährstoffreich, wie einst? 

Unabhängig von der Ursache trifft der Eisenmangel zahlreiche Schwangere. Eine Untersuchung des Saint-Pierre University Hospital in Brüssel zeigte, dass 35 Prozent der 1.900 Probandinnen unter Eisenmangel litten.  

Ich selbst hatte in der Schwangerschaft große Schwierigkeiten mit der Eisenversorgung. Mein Frauenarzt verschrieb mir verschiedene Präparate, weil keines wirkliche Abhilfe verschaffte. Erst ein kluger Apotheker klärte mich über die korrekte Einnahme von Eisen auf.  

Eisentabletten in der Schwangerschaft: Zeitpunkt der Einnahme 

Halte Dich bei der Dosierung an die Empfehlungen des Arztes. Nimm das Präparat wahlweise circa eine Stunde vor dem Frühstück oder mindestens zwei Stunden nach einer letzten Mahlzeit. Zur nächsten Nahrungsaufnahme sollten mindestens weitere 60 Minuten eingeplant werden.  

Viele Nahrungsmittel hemmen Aufnahme von Eisen

Achte unbedingt darauf, was Du vor oder nach der Eisenaufnahme isst und trinkst. Kaffee, grüner und schwarzer Tee hemmen die Aufnahme des Spurenelements genauso wie Milch und Milchprodukte. Bei dem Verzehr einer Tasse Kaffee wird die Eisenaufnahme um etwa 39 % reduziert, bei Tee sind es sogar 64 %. Ungünstig wirkt sich auch der Verzehr von phosphathaltigen Produkten wie Schmelzkäse und Cola sowie oxalsäurereichen Lebensmitteln wie Rhabarber, Spinat und Rote Bete aus. Getreide, Reis, Soja und weitere Phytinsäure-Quellen sind ebenfalls nicht optimal, um sie zusammen mit Eisenpräparaten einzunehmen, und auch Magnesiumpräparate hemmen die Eisenaufnahme. Wer die genannten Lebensmittel verzehrt, sollte mindestens zwei Stunden mit der Einnahme von Eisen warten.  

Tipp: Nimm Deine Eisentabletten nachts, wenn Du ins Badezimmer musst. Dann kommen ihnen keine anderen Nahrungsmittel in die Quere.

Eisen in der Schwangerschaft: Förderliche Nährstoffkombinationen 

Wenn Du dafür sorgen willst, dass Dein Körper das Eisen in der Schwangerschaft optimal aufnimmt, dann kombiniere es mit Vitamin C. Das Vitamin sorgt dafür, dass das Spurenelement besser im Darm resorbiert werden kann. Experten empfehlen, die Eisentabletten einfach mit einem großen Glas Orangen- oder Zitronensaft zu trinken.  

Häufige Nebenwirkung 

Erschrick beim Toilettengang nicht, wenn Dein Stuhl sehr dunkel beziehungsweise schwarz gefärbt ist. Durch die Aufnahme von Eisen verändern sich Farbe, Konsistenz und teilweise auch der Geruch der Ausscheidung. Falls Dir allerdings dabei irgendetwas auffällig vorkommt, kontaktiere Deinen behandelnden Arzt.  

Nimm’ Eisen in der Schwangerschaft nicht ohne ärztliche Anweisung

Solltest Du gerade ein Baby erwarten, dann machst Du Dir sicher Gedanken über gesunde Ernährung. Das ist auch gut und richtig so. Bevor Du allerdings bei dem großen Angebot an Ergänzungsmitteln in Apotheken und Drogeriemärkten zuschlägst, solltest Du mit Deiner Ärztin sprechen.  

Fühlst Du Dich schlapp, müde, kurzatmig und gereizt, dann konsultiere Deine Hebamme oder den Gynäkologen. Lass Dein Blut testen. Erst, wenn tatsächlich ein Mangel diagnostiziert ist, solltest zu Präparaten greifen. Viele Schwangere dosieren Nährstoffe über, was genauso schädlich sein kann, wie eine zu geringe Versorgung. Achte grundsätzlich auf eine ausgewogene Ernährung.

Falls Du nicht weißt, welche Nährstoffe Du brauchst und in welcher Form Du sie aufnehmen kannst, dann lass Dich sicherheitshalber beraten. Es ist immer sinnvoller, einen Eisenmangel natürlich zu beheben, bevor Du zu Präparaten greifst. Allerdings solltest Du bei einer massiven Unterversorgung mit dem Spurenelement auch keine Scheu vor Nahrungsergänzungsmitteln haben.

Hattest Du in der Schwangerschaft Eisenmangel? Was hat Dir geholfen? Wir sind gespannt auf Deinen Kommentar!

Ein Kommentar zu Eisen in der Schwangerschaft: Wann und wie viel musst Du nehmen?

  1. Hallo,

    der Salus Kräuterblutsaft hat mir sehr gut bei Eisenmangel geholfen:

    Vor der Schwangerschaft habe ich 7 Jahre vegan orientiert gelebt, während der Schwangerschaft hat mich dann der Heißhunger auf Fisch gepackt und es gab in dieser und der Stillzeit auch Fisch, Ei und Käse. Fleisch esse ich bis heute nicht. In der Zeit vor der Schwangerschaft habe ich bei leichten Eisenmangel den Salus Kräuterblutsaft genommen. Nicht regelmäßig, aber die Werte waren trotzdem immer OK. In der Schwangerschaft kam dann ein Mangel (9 – 10 g), den ich mit einer regelmäßigen, eher höheren Einnahme (lt. Packungsbeilage) dieses Saftes gut kompensieren konnte. Den Saft habe ich immer mit Zitronensaft zusammen getrunken. Zusätzlich habe ich morgens immer zwei Scheiben Vollkornbrot gegessen, täglich eine Handvoll Nuss-Mix und 2 – 3 in der Woche Hülsenfrüchte (meist in Suppe) sowie Brotaufstriche/ Obst-Dips aus Kichererbsen. Dazu viel buntes auf den Tisch; Grundnahrungsmittel wie Nudeln, Reis und Kartoffeln und alles was der Obst-und Gemüseladen so her gibt ;-)

    Die Eisentabletten habe ich nie vertragen (Verstopfung) und daher lieber weggelassen. Im Umkehrschluss wird die Ernährung am besten um so bunter.

    Mein Kind ist 4 Jahre alt, super entwickelt und hat trotz meines vegetarischen Einflusses (der Papa isst allerdings gerne Fleisch und unser Essentisch bietet daher mehr Auswahl) keinerlei Mängel.

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