Kinderwagen ABC Design Turbo 6S

Endlich Kinderwagen fahren?


Noch bevor unser Baby geboren war, war er da: unser Kinderwagen. Warum wir ihn bis jetzt eigentlich kaum genutzt haben? Unser Kleiner wollte das nicht, er wollte getragen werden. Doch in den letzten Tagen schöpfte ich neue Hoffnung, dass wir ihn doch nicht ganz umsonst gekauft haben.

Kleine Babys lieber tragen?

Wir hatten uns damals für den ABC Turbo Design 6S in der Farbe Peanut entschieden. Ich sah mich schon vor meinem inneren Auge damit im Park umherschieben. Ich stellte mir vor, wie mein Baby darin seelig schlummern würde, während ich ein Buch las oder eine Pause auf einer Parkbank machte. Dann kam alles anders. Jedes Mal, wenn ich den Kleinen darin schob, fing er nach 10, spätestens 15 Minuten an, wie am Spieß zu brüllen. Und zwar so lange, bis ich ihn heraus nahm und auf dem Arm weiter trug, er hatte da eine erstaunliche Ausdauer. Weil Neugeborenes tragen und gleichzeitig Kinderwagen schieben mit nur zwei Händen gar nicht so einfach zu bewältigen ist, habe ich recht schnell aufgegeben und bin dazu übergegangen, ihn in Tuch oder Tragehilfe zu tragen. Mit der Zeit habe ich diese flexible Art der Mobilität auch zu schätzen gelernt und der Kinderwagen ist auf dem Zwischenboden verschwunden.

Mittlerweile ist Tragen für mich die schönste Art, einem kleinen Baby auch unterwegs Nähe und Geborgenheit zu geben. Sollte ich ein weiteres Baby haben, würde ich den Kinderwagen anfangs gar nicht mehr ausprobieren wollen. Auch zu Hause im Haushalt ist eine Tragehilfe eine super Sache – man hat die Hände frei und muss sein Baby nicht alleine lassen, wenn es das nicht möchte. Viele Mütter, mit denen ich befreundet bin, machen es übrigens genauso – auch ihre Kinder haben den Kinderwagen nicht akzeptiert.

Ab wann ein Kinderwagen?

Nun ist mein Baby bald 11 Monate alt und schon mehr ein Kleinkind als ein Baby. Er krabbelt seit er 6 Monate alt ist, läuft fast unfallfrei und klettert wie ein Weltmeister. Kurzum: er ist mobil und selbständig geworden. Während früher alleine auf dem Boden liegen für ihn unmöglich war, genießt er jetzt die Unabhängigkeit und möchte die Umgebung erkunden. Die Sicherheit, auf unserem Arm oder nahe am Körper getragen zu werden, ist für ihn nicht mehr so wichtig wie früher.

 

Trotzdem haben wir ihn weiterhin mit Tragehilfe transportiert, auch weil es für uns bequemer ist in der Stadt. Bis letzte Woche sowohl ich, als auch der Kleine krank waren. Mein Mann war arbeiten, ich war mit starken Gliederschmerzen und Kind zu Hause. Weil auch er leicht erkältet war, war seine Laune nicht gerade die beste und er wollte unterhalten werden. Ich fühlte mich dafür allerdings viel zu müde und schlapp. Auch das Tragen hätte mir große Probleme bereitet, also versuchte ich, zum ersten Mal seit vielen Monaten, den Kinderwagen – diesmal zum Sportwagen umgebaut. Von meinen Freundinnen wusste ich, dass das irgendwann dann doch funktionieren kann.

Und siehe da – er war zufrieden. Ich hatte den Sitzaufsatz so gedreht, dass er mich bzw. ich ihn ständig sehen kann. Müde wie er war, saß er da und beobachtete die Welt, wie sie an ihm vorbei zog. Wir waren in zwei verschiedenen Supermärkten in unserer Nähe, insgesamt fast eine Stunde unterwegs. Bis kurz vor unserem Haus hat er problemlos durchgehalten. Dann musste ich ihn einmal kurz hochnehmen, danach ließ er sich aber wieder in den Kinderwagen setzen.

Auch am nächsten und übernächsten Tag probierte ich den Sportwagen wieder, obwohl es mir schon etwas besser ging. Fazit: eine halbe Stunde hält er darin mittlerweile locker aus, manchmal auch länger. Und obwohl mir das Tragen in den meisten Situationen als die bequemere Variante erscheint, ist es doch gut zu wissen, dass wir nun im Notfall oder zum Einkaufen auch den Kinderwagen nutzen können.

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