SSW-Update: Erstes CTG, Kreislaufprobleme und dicker Bauch (29+6)


08. September 2014

Erstes CTG

Da ich mich bereits in der 30. Schwangerschaftswoche befinde, wurde am Dienstag bei der regulären, frauenärztlichen Vorsorgeuntersuchung das erste CTG (Cardiotocography oder auch Herztonwehenschreibung) geschrieben.

Dafür musste ich mich auf einer Liege auf die linke Seite legen und bekam einen Gurt um den Bauch geschnallt. Daran befestigt waren zwei Messfühler. Der eine misst die Herztöne unseres Buben, der andere meine Wehen.

Das Prozedere war mir bereits aus der ersten Schwangerschaft bekannt und ich wusste auch noch, dass es etwas länger dauert. Deswegen hatte ich mir ein Buch und einen iPod in die Handtasche gepackt. Ich lag dann so vor mich hin und erfreute mich am „Pferdegetrappel“ (also dem kleinen, schnell schlagenden Herzchen, unseres Sohnes), als ich nach ca. einer halben Stunde einen Wecker hörte. Da es in der Praxis, aber stets wie in einem Taubenschlag zu geht und ich in einem kleinen, durch Vorhang abgetrennten Räumchen lag, konnte ich nicht zuordnen, wem der Alarm galt.

Als mich nach insgesamt einer Stunde endlich eine Arzthelferin mit den Worten „Na, Sie sind ja schon angewachsen hier. Das war wohl etwas lang!“ erlöste, wusste ich, dass das mein Wecker war. Ich grummelte innerlich vor mich hin und war echt sauer. Nicht nur, dass ich ständig unfreundlich behandelt werde, jetzt vergaßen sie mich auch noch. Meine Toleranzgrenze war endgültig überschritten, zumal ich in dieser Situation eine Entschuldigung erwartet hätte, aber mir stattdessen anhören musste, dass ich mich doch melden solle, wenn keiner kommt. Zack, Verantwortung abgeschoben. Eine Frechheit, wirklich!

Dann lieber Vorsorge durch Hebamme

Um der Sache noch ein Krönchen aufzusetzen, ließen die Mädels nach dem überlangen CTG noch drei weitere Frauen vor mir zu meinem Gynäkologen, so dass ich insgesamt zwei Stunden für diesen ordinären Vorsorgetermin vergeudete. Da ich selbstständig bin und diese kostbaren Stunden von meiner Arbeitszeit abgehen, tut mir das echt weh. Das macht mich echt wütend.

Nach dem Termin rief ich bei meiner Hebamme Lisa an und fragte wie oft und wann sie ein CTG schreibt. „Erst nach der 36. Woche“, so ihre Antwort. Daraufhin entschied ich, die nächsten beiden Untersuchungen (finden ja jetzt im 14 Tage Rhythmus statt) von Lisa durchführen lassen und mich erst danach wieder von meinem Arzt anschauen zu lassen.

Kreislaufprobleme

Von dem Ärger in der Praxis abgesehen, freue ich mich riesig über den sonnigen und warmen Spätsommer. Hier klettern die Temperaturen gerade bis auf Mitte zwanzig Grad – eine Wohltat nach dem kühlen und regnerischen August. Allerdings hat mein Körper offensichtlich Probleme mit dem plötzlichen Temperaturanstieg. Als ich neulich morgens in die Stadt fuhr, um ein paar Besorgungen zu machen, schlug mein Herz wie verrückt, mir rann der Schweiß von der Stirn und ich fühlte mich total schwindelig. So schwindelig, dass ich mich erst einmal setzen und verschnaufen musste, obwohl ich ganz gemütlich geradelt war.

Ziehen im Bauch

Außerdem zieht sich mein Bauch nun öfter wie ein Korsett zusammen, wenn ich etwas flotter in die Pedalen trete oder etwas schneller laufe. Dann wird meine Murmel richtig hart und je nachdem wie intensiv ich mich bewege, spüre ich ein leichtes, unangenehmes Ziehen.

Von der ersten Schwangerschaft weiß ich, dass es sich um Kontraktionen der Gebärmutter, also um Übungswehen, handelt. Nichts Bedenkliches, mein Körper stellt sich nur schon mal auf die Geburt ein, in dem er die dafür notwendige Muskulatur trainiert und gut durchblutet.

Anhand dieser Schwangerschaftssymptome merke ich allerdings, dass ich tatsächlich schon im letzten Trimester angekommen bin und die Arbeit in meinem Körper – ein kleines Menschlein zu produzieren – auf Hochtouren läuft.

Diese Symptome brauche ich auch dringend, um ab und zu ein Päuschen einzulegen oder um die Dinge grundsätzlich etwas langsamer/ ruhiger anzugehen. Klar weiß ich, dass ich schwanger bin, aber im Alltag (vor allem, wenn ich mit meinem großen Mädchen tobe oder mich euphorisch auf die Hausarbeit stürze) gerät das gerne in Vergessenheit. Meldet sich mein Bauch, dann ist es sinnvoll auf ihn zu hören und eine Auszeit zu nehmen. Mich hinzulegen, die Beine hochzunehmen und für ein paar Minuten abzuschalten.

Dicker Bauch?

An manchen Tagen fühlt sich meine Kugel mächtig gewaltig an. Dann habe ich das Gefühl einen riesigen Bauch vor mich herzuschieben und mich kaum noch bewegen zu können. Sehe ich dann allerdings die Aufnahmen von meinem Bäuchlein, wundere ich mich wie klein er – also von außen betrachtet – aussieht. Meine Wahrnehmung ist diesbezüglich total verzerrt. Wirklich seltsam!

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Der Bauchumfang beträgt im Moment 94 Zentimeter und die Waage zeigt aktuell 8 Kg mehr an. Ich wiege nun also 63 Kg.  In der ersten Schwangerschaft hab ich insgesamt 8,5 Kg zugenommen. Das wird dieses Mal wohl etwas mehr werden. Ich bin gespannt.

 

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