U4: Krankengymnastik und erste Drehung


Letzte Woche stand die U4 an. Unser Bub ist nun 4 Monaten jung, wiegt knapp 7 Kg (Geburtsgewicht 3700 Gramm) und flirtete bei der Untersuchung wie ein Großer mit der Ärztin und den Arzthelferinnen. Klein, aber oho :)

Weniger lustig waren die Blicke der Kinderärztin, als der Knabe auf dem Bauch lag. „Die Position mag er nicht so gerne, oder?“ fragte sie mich. Ich erklärte ihr, dass er als Sternengucker (mit dem Gesicht zu meiner Bauchdecke gerichtet) zur Welt kam und ich über zwei Stunden Presswehen benötigte, um ihn hinauszuschieben (siehe „Hausgeburt mit Hindernissen“). Ich fügte hinzu, dass er bereits kurz nach der Geburt sein Köpfchen in Bauchlage halten konnte, was unsere Osteopathin auf seine enorme Spannung im Brustwirbelbereich (durch die Geburtsposition) zurück führte. Zur Osteopathin ging ich nämlich, weil mir seine Körperspannung und sein immenses Überstrecken bedenklich erschien.

Und damit hatte ich leider Recht, doch die manuelle, osteopathische Behandlung allein ist wohl nicht ausreichend. Liegt unser Sohn auf dem Bauch, dann rudert er hektisch mit seinen Ärmchen und Beinchen. Er ächzt und stöhnt und kommt in dieser Position nicht zur Ruhe. Auf dem Rücken liegend, zieht er seine Beinchen wohl noch zu sehr an und er hilft nicht mit, wenn man versucht, ihn an den Armen hochzuziehen. Er stellt stattdessen die Füße auf und macht etwas das aussieht wie eine Brücke…

Unsere Ärztin drehte und wendete ihn, sie nahm ihn hoch und kam zu dem Entschluss, dass wir dringend mit ihm zur Krankengymnastik müssen: Er hat eine stark ausgeprägte Lieblingsseite (Körperasymetrie) und viel zu viel Körperspannung (erhöhter Beugetonus und Schulterretraktion).

Da ich haargenau das Gleiche bereits bei der U4 unserer Tochter hörte, reagierte ich recht entspannt. Der Bub ist weder krank noch leidet er unter körperlichen Defiziten. Wir müssen ihm lediglich mit gezielten Übungen helfen, eine bessere – für ihn gesunde und entspannte – Körperhaltung einzunehmen.

Ich erhielt ein Rezept über 10 Behandlungen und eine lange Liste mit Physiotherapeuten speziell für Babys und Kinder. Die Therapeutin, die unser Mädchen damals behandelte, steht auch auf dieser Liste, jedoch kommt sie für mich nicht mehr in Frage. Sie ist strikt gegen das Tragen im Tragetuch, gegen das Einschlafstillen und das gemeinsame Schlafen im Familienbett und empfahl mir, unser Mädchen in einer sogenannten „Kügelchenhaltung“ wippend auf einem Pezziball in den Schlaf zu schuckeln. Unsere Tochter hasste das und weinte sich viele Abende in den Schlaf. Irgendwann pfiff ich auf die Meinung der Therapeutin und trug und stillte das Mädchen wieder. Von da an war Ruhe…

Ich bin gespannt, wer uns dieses Mal erwartet und vor allem, welcher Behandlungsansatz bzw. welche Übungen. Ich suchte einfach die Praxis mit der kürzesten Entfernung aus, da keine der Praxen im Internet und somit keine Informationen zu finden waren. Ich hätte mir lieber vorab die Therapeuten angeschaut, doch so bleibt es dem Zufall überlassen, wohin es uns verschlägt. Ist vielleicht auch ganz gut so.

Erstes Drehen vom Rücken auf den Bauch

Am 08. März, als der Bub exakt 15 Wochen alt war, überraschte er uns beim Wickeln, indem er sich zum allerersten Mal vom Rücken auf den Bauch drehte. Er übte zwar schon lange, aber dass es ihm so flott gelingen würde, überraschte mich. Jetzt müssen wir es nur noch schaffen, dass er sich in seiner neuen Lieblingsposition auch wohl fühlt. Aber das bekommen wir schon hin :)

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