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Frühstück in der Schwangerschaft. Mein perfekter Start in den Tag

In der Schwangerschaft ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung wichtiger denn je. Wie ein vitamin- und nährstoffreiches Frühstück aussehen könnte, das Dich und Dein Baby jetzt bestens versorgt, erklärt Dir unsere Autorin Anne-Kathrin

Ich persönlich finde den Tag mit einem ausgewogenem Frühstück zu starten stärkt nicht nur, sondern gibt auch ein gutes Gefühl, meinen kleinen Bauchbewohner ordentlich versorgt zu haben. So konnte ich stets ruhigen Gewissens in den Tag starten.

Allerdings muss ich auch zugeben, hatte ich lange mit Übelkeit und Erbrechen zu tun. So musste ich mein Frühstück zu der Zeit auf zwei bis drei Mahlzeiten verteilen. Ich habe täglich ein gesundes Frühstück zu mir genommen und die Entwicklung meines Kindes damit unterstützt.

Was braucht Dein Körper jetzt?

Zunächst mal solltest Du Dir auf keinen Fall einreden lassen, dass Du jetzt für zwei essen musst. Du brauchst lediglich 250 kcal mehr pro Tag und das auch nur in den ersten drei Monaten.

Auch oft umstritten ist Koffeein in der Schwangerschaft. Aber Du kannst beruhigt sein, gegen eine Tasse Kaffee am Tag ist nichts einzuwenden — da hat mir zumindest meine Frauenärztin Entwarnung gegeben. Wenn Du unsicher bist, frage bei Deinem Arzt nach, was er oder sie darüber denkt.

Wichtig ist abzuklären, ob du Antikörper gegen Toxoplasmose besitzt. Bist Du negativ getestet, schränkt Dich dies unheimlich ein. Die Toxoplasmose-Erreger kommen hauptsächlich in Rohfleisch und rohem Fisch vor. Teewurst oder Salami fällt dann als herzhafter Brötchenbelag schon mal aus.

Diese Vitamine sollte Dein Frühstück in der Schwangerschaft enthalten

  1. Ich beginne dem Alphabet nach mit Vitamin A. Es dient dem Aufbau der Haut und des Immunsystems, außerdem ist es ein wichtiger Baustein des Sehfarbstoffes. Ich hab als Kind immer erzählt bekommen „Iss viele Möhren, damit du gute Augen bekommst.“ Jetzt weiß ich auch warum. Doch Möhren sind nicht die einzigen Vitamin-A-Lieferanten, auch rote Paprika, Spinat, Aprikosen, Kürbis und Grünkohl zählen dazu.
  2. Das wohl bekannteste Vitamin ist Folsäure, ein B-Vitamin, das für die Blutbildung und Zellteilung, also somit für alle Wachstumsprozesse im Körper zuständig ist. Ein Mangel an Folsäure kann zu Neuralrohrdefekten (einem offenem Rücken), Fehlbildungen oder sogar zu einer Fehlgeburt führen. Folsäure ist in Hülsenfrüchten, Kartoffeln, Tomaten, Broccoli, Kohl, Eigelb, Fleisch, Fisch, Milchprodukten und Vollkornprodukten enthalten. Interessant während meiner Recherche war, dass sich hier hinsichtlich der synthetisch hergestellten Zufuhr die Geister scheiden. Denn was Dir als Schwangere eher selten gesagt wird, ist, dass man Folsäure über Vitaminpräperate auch überdosieren kann. Durch einen erhöhten Folsäurespiegel kann ein Mangel an Vitamin B12 verdeckt werden, welcher jedoch zu schweren, irreversiblen Nervenschäden führen kann. Deshalb solltest Du Dich immer über die verschiedenen Vitaminpräperate bei Deinem Arzt beraten lassen.
  3. Vitamin B6 ist zuständig für Nerven und Abwehrkräfte. Es steckt in Fleisch, Fisch, Vollkornprodukten, Kartoffeln, Hülsenfrüchten, Avocados sowie Bananen.
    Oben schonmal erwähnt ist auch das Vitamin B12 unabdingbar. Es unterstützt das Nervensystem, den Eiweißstoffwechsel und hilft bei der Blutbildung. Dein Kind benötigt es zur Gehirnentwicklung. Wenn Du genug Fisch, Fleisch und Milchprodukte zu Dir nimmst, bist du stets auf der sicheren Seite. Wenn Du Dich vegetarisch oder sogar vegan ernährst, frag Deinen Arzt nach Alternativen oder Ergänzungsmitteln.
  4. Vitamin C ist wichtig für den Aufbau des Bindegewebes und für das Immunsystem. Vitamin C findest Du in Zitrusfrüchten, Fenchel, Sanddornsaft, Paprika, Brokkoli und Beeren.
  5. Zu guter Letzt möchte ich das Vitamin D nicht auslassen. Auch wenn es das Einzige ist, welches der Körper unter Einwirkung von UV-Strahlen selbstständig herstellt. Es dient dem Knochaufbau. Also ab in die Sonne. Doch sollte sich die Sonne mal nicht zeigen, keine Angst. Im Prinzip reichen bereits 10 Minuten Tageslicht aus, um ausreichend Vitamin D herzustellen.

Mein Frühstück in der Schwangerschaft

Jetzt weißt Du im Groben über die wichtigsten Bestandteile Bescheid. Mit meinem Frühstücks-Beispiel zeige ich Dir, wie ich all diese Nährstoffe in meinem Frühstück während meiner Schwangerschaft zu mir genommen habe.

  • eine Tasse Kaffee – auf die wollte ich einfach nicht verzichten
  • ein Glas Orangensaft
    • Vitamin C
  • einen Becher Naturjoghurt
    • Folsäure
  • eine Banane
    • Vitamin B6
  • einen Apfel
    • Ballaststoffe
  • eine handvoll Heidelbeeren
    • Vitamin C, Eisen
  • 3-5 Möhren
    • Vitamin A
  • pasteurisierter Frischkäse
  • 1-2 Vollkornbrötchen
    • Folsäure, Vitamin B6
  • Magarine mit Omega-3-Fettsäuren
  • ein gekochtes Ei
    • Folsäure
  • eine Scheibe Kochschinken
    • Folsäure, Vitamin B6
  • 1-2 Blätter Eisbergsalat
  • eine Tomate in Scheiben
    • Folsäure

Deine morgendliche Tasse Kaffee lässt Deinen Körper erst richtig wach werden. Dabei sollte es an Koffeein dann aber auch bleiben. Nebenbei noch einen guten Orangensaft und ein Glas Wasser helfen Deinem Flüssigkeitshaushalt auf die Sprünge. Wenn es gleich nach dem Aufstehen noch nichts allzu Großes sein soll, hilft eine Banane oder ein Joghurt mit Bananen-und Apfelstücken oder etwas süßer mit Heidelbeeren, um die erste Zeit bis zum richtigen Frühstück zu überbrücken. Ich persönlich mag immer auch etwas frisches Gemüse dazu. Geschälte Möhren mit einem pasteurisiertem Frischkäse als Dip bieten sich dafür bestens an. Ein Vollkornbrötchen belegt mit einem frisch gekochten Ei, etwas Kochschinken, Eisbergsalat und frischen Tomaten ist ein lang anhaltender Sattmacher.

Wie hast Du in der Schwangerschaft gefrühstückt? Hast Du dabei besonders auf bestimmte Vitamine und Nährstoffe geachtet? Wir freuen uns über Deinen Kommentar

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