Muskelkater nach Rückbildungsgymnastik

Muskelkater nach Rückbildungsgymnastik


Gestern war ich zum zweiten Mal bei der Rückbildungsgymnastik und heute spüre ich (genau wie letzte Woche nach dem Kurs) einen deutlichen Muskelkater im Rücken, im Bauch und in den Oberschenkeln. Das liegt einerseits an der hochmotivierten Kursleiterin, die in 75 Minuten unzählig viele, unterschiedliche Übungen ohne (Quatsch-)Pausen aneinanderreiht und andererseits an meinem untrainierten Körper.

Nach der Geburt meines ersten Kindes besuchte ich keinen Rückbildungskurs, weil ich bis zum Ende der Schwangerschaft als Fitnesstrainerin arbeitete und bereits kurz nach dem Wochenbett selbst wieder Fitnesskurse gab. Ich trainierte mich quasi selbst. Außerdem erzählten befreundete Mütter nicht sehr viel Gutes über die von ihnen besuchten Rückbildungskurse und ich wollte keine Zeit für Kaffeekränzchen verschwenden.

Im Moment bin ich jedoch alles andere als fit, weil ich meine Kurse einige Wochen vor der Geburt aus zeitlichen Gründen abgegeben habe und mich partout nicht motivieren kann, diese Trainingseinheiten hier zu Hause zu absolvieren. Ich arbeite oder schlafe lieber und das lässt mich mein Körper nun mehr als deutlich spüren.

Aufgrund des mangelnden Trainings und der Tatsache, dass jede weitere Geburt die Muskulatur des Beckenbodens noch mehr schwächt, entschied ich mich dieses Mal für einen Rückbildungskurs. Nach einer geeigneten Kursleitung musste ich glücklicherweise nicht lange suchen, denn Isabelle, meine „Massage-Hebamme“, arbeitet auch als solche.

Erster Kurs mit 15 Teilnehmern!

Letzten Dienstag (6 Wochen nach Geburt) startete die erste Stunde. Es waren 15 Frauen und 12 Kinder anwesend – der kleine Kursraum war entsprechend rappelvoll und brütend warm. Schön ist anders.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde startete Isabelle direkt mit einer Serie von Übungen im Stehen, dann ging es auf die Knie und am Ende rollten wir uns auf dem Boden. Isabelle wählte Übungen, die den Körper kräftigen und dehnen. Eine wunderbare und sehr anstrengende Mischung, die nicht nur bei mir für ein gequältes Gesicht sorgte.

Der Muskelkater am nächsten Tag ist für mich ein Zeichen, dass die Übungen genau das bewirken, was sie sollen, nämlich kräftigen. Meine Bauch- und Rückenmuskeln hab ich in den letzten Wochen stark vernachlässigt und das muss jetzt dringend nachgeholt werden. Denn mein kleiner „Tragling“ braucht eine starke Mami und ich einen schmerzfreien Körper. Und den unangenehmen Verspannungen kann ich nur durch gezielte Übungen zu Leibe rücken.

Lieber ohne Baby?

Den Kurs mit Baby zu absolvieren, ist zwar möglich, aber leider nur halb so effektiv, weil sich beim Knirps irgendwann der kleine Hunger meldet oder der Bub müde wird und wegen des hohen Geräuschpegels nicht alleine einschlafen kann. Einige Übungen klappen gut mit Baby im Arm oder an der Brust, die meisten leider nicht.

Zu Hause mag ich ihn jedoch nicht lassen, weil ich nicht sicher bin, ob er die zwei Stunden, die ich mindestens weg bin, ohne mich (ohne Milch) auskommt. Ich stille ja voll und pumpe nicht ab, weil ich mit den ollen Milchpumpen irgendwie nicht klar komme. Wahrscheinlich würde er es schaffen, die Zeit bei Papa im Tuch zu verschlafen. Doch solange er noch keinen halbwegs vorhersehbaren Rhythmus hat – er schläft jeden Tag zu einer anderen Zeit ein – traue ich mich nicht.

Rückbildung zu Hause

Die Stunde bei Isabelle tut sehr gut, ist aber nur ein Tropfen auf den geschundenen Rücken und Beckenboden heißen Stein. Mein Vorsatz lautet nun deshalb jeden Tag ein paar von Isabells Übungen in den Alltag einzubauen, denn das geht überall und jederzeit. Im Sitzen und stehen kann ich beispielsweise täglich mehrfach meine Beckenbodenmuskulatur trainieren, ohne dass man es mir ansieht. Geht also auch im Auto oder an der Supermarktkasse. Ein paar kleine Rückenübungen bringe ich unter, während ich mit der Großen tobe – wenn sie meine lustigen Verrenkungen sieht, macht sie meist sofort mit.

Gute Körperhaltung!

Und die einfachste, aber dennoch sehr effektive Übung ist, auf eine gute Körperhaltung zu achten. Das heißt den Rücken lang machen, die Wirbelsäule aufrichten, die Schultern zu den Pobacken ziehen, den Kopf heben und das Kinn leicht nach unten ziehen, damit auch die Halswirbelsäule schön lang bleibt. All das vergessen wir Mütter im Alltag gerne und tragen so selbst zu einer ganzen Reihe an Verspannungen bei…

 

Weitere Artikel von uns:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.