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Die Angst der Zweitgebärenden

Du hast gehofft, gebangt, gewünscht und plötzlich erscheint er, der zweite Strich auf dem Schwangerschaftstest. Gerade beim zweiten Kind beginnt das Kopfkino relativ schnell und die Ängste stellen sich ein.

Wird auch dieses Kind gesund zu Welt kommen? Dürfen wir dieses Glück noch einmal haben? Wie werde ich dem großen Kind gerecht? Werde ich das neue Baby genau so fest lieben können? Wie werde ich die Schwangerschaft durchstehen? Wie geht es finanziell weiter?

Die zweite Schwangerschaft: Wie gehe ich mit Ängsten um?

Zunächst einmal möchte ich sagen, dass diese Ängste ganz normal sind und keinesfalls gegen Deine Kompetenz als Mehrfachmama sprechen. Ganz im Gegenteil! Vor einer Veränderung Angst zu haben ist menschlich. Wer bereits ein Kind hat, der weiß, mit welcher Vehemenz diese kleinen Menschen einen Platz im Herzen und Leben ihrer Eltern erobern. Klar liebt man seinen Partner, seine Geschwister und seine Eltern. Aber was mit dem Spruch “Ich würde mein Leben dafür geben” gemeint ist, das weiß ich definitiv erst, seit ich Kinder habe. Dass Du diese Liebe mit einer solchen Intensität für mehrere Menschen empfinden kannst, ist unvorstellbar. Aber auch, wenn der Spruch vielleicht ausgelutscht erscheint, er ist wahr: Du musst Deine Liebe nicht teilen, denn sie verdoppelt sich durch die Geburt. Der neue kleine Mensch kommt einfach auf die Welt, schaut Dich mit großen Augen an und bringt eine Riesenportion Liebe mit.

Verändert das zweite Kind wirklich alles noch einmal?

Ich möchte nichts beschönigen, denn ja, es ändert sich mit dem zweiten Kind natürlich noch einmal Einiges. Das erste Kind, das vielleicht auch noch relativ jung ist, ist nach der zweiten Schwangerschaft plötzlich das “Große”. Du wirst zweifache Mama und musst Aufmerksamkeit, Zeit und Geduld neu verteilen und auch der Schlaf reduziert sich vielleicht wieder drastisch. Aber alles wird sich finden, das Einzige, was es wirklich braucht, ist Geduld, Gelassenheit und eine gute Portion Humor.

Die Prioritäten verteilen sich neu. Nach der zweiten Schwangerschaft muss der Alltag den neuen Gegebenheiten angepasst werden und ganz nebenbei gilt es, die Strapazen der zweiten Schwangerschaft und der Geburt zu verdauen.

3 Tipps für die Zeit nach der zweiten Schwangerschaft

  • Nimm Dir die Zeit, die es braucht und hol Dir die Unterstützung, die Du benötigst. Und versuche, Dich nicht allzu sehr mit anderen zu vergleichen oder gar zu messen. Ich weiß, das ist schwer, aber es wird immer jemanden mit einem geordneteren Haushalt, einer besseren Figur oder “braveren” Kindern geben. Mir hat es manchmal geholfen, mir zu sagen, dass es sicherlich Frauen gibt, für die ich diejenige mit dem ordentlicheren Haus, der besseren Figur und den unkomplizierteren Kindern bin ;-)
  • Umgib Dich mit Frauen, die in einer ähnlichen Situation oder vielleicht auch schon ein Stückchen weiter sind. Ihr werdet gegenseitig von Euren Erfahrungen profitieren. Gerade der Austausch mit anderen Mehrfachmamas ist für viele Frauen anfangs hilfreich und wertvoll.
  • Ganz wichtig ist in meinen Augen auch, dass Du mit Deinem Partner im Gespräch bleibst und Ihr Ängste oder Sorgen miteinander teilt. Häufig beschäftigen die Männer vor allem Gedanken um die finanzielle Versorgung der wachsenden Familie, die genau so belastend sein können wie emotionale oder alltäglich praktische Hürden, die es vielleicht eher für Dich zu nehmen gilt.

Sicherlich wird es seine Zeit brauchen, bis Ihr als Familie wieder richtig “rund lauft”. Aber ich würde trotzdem versuchen, die Zeit mit dem Familienzuwachs so gut es geht zu genießen.

Wie ging es Dir nach der Geburt Deines zweiten Kindes? Wir freuen uns über Deinen Kommentar!

Bildnachweis: @sianstock – Fotolia.com.

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