wie funktioniert die Dammmassage

Wie funktioniert die Dammmassage?


Eine Dammmassage empfehle ich als Hebamme meinen Frauen immer. Sie ist wichtig, denn sie kann einen Dammriss oder einen Dammschnitt verhindern. Denn der Damm – also das Gewebe zwischen Scheide und After – wird bei der Geburt extrem strapaziert. In diesem Artikel verrate ich Dir, wie die Dammmassage funktioniert und was Du unbedingt beachten musst.

Dammmassage als Vorbeugung

Du hast Dich bestimmt schon mit einigen Themen rund um die Geburt auseinandergesetzt und bist auch über das Thema Dammmassage gestolpert. Dann weißt Du vielleicht auch schon, dass das Dammgewebe während der Geburt extreme Belastungen aushalten muss und reißen kann.

Damit Du nach der Geburt nicht unter den Folgen leidest, kann Dir eine regelmäßige Dammmassage helfen, denn sie sorgt dafür, dass das Gewebe schön elastisch bleibt.

Viele Frauen, die zum ersten Mal sehen, wie eine Dammmassage funktioniert, möchten das nicht durchführen. Vielleicht schämen sie sich oder möchten sich dort nicht selbst berühren. Beides ist nicht schlimm. Am besten besprichst Du so etwas mit Deiner Hebamme, sie kann Dir helfen, solche Probleme zu überwinden.

Dammmassage: ab wann?

Beginne mit der Dammmassage nicht vor der 36. Schwangerschaftswoche, um keine Frühgeburt zu provozieren. Manche Frauen machen die Massage täglich andere nur einmal mal in der Woche. Du musst selbst entscheiden, was Dir gut tut.

Die meisten Hebammen raten allerdings dazu, sich täglich Zeit für die Massage des Damms zu nehmen. Zwei Minuten pro Tag reichen schon aus.

Hinweis
Wenn Du gerade eine Pilzinfektion oder eine bakterielle Scheideninfektion hast, solltest Du den Beginn der Dammmassage verlegen.

Anleitung zur Dammmassage

Das Massageöl

Beim Massageöl ist es wichtig, dass es ein natürliches Öl ist ohne chemische Inhaltsstoffe. Es gibt sogar spezielle Öle für die Massage des Damms.

In meinem Artikel “Welches Öl soll ich zur Massage des Damms verwenden” erkläre ich Dir ausführlich, worauf Du beim Kauf des Öls achten musst.

Die Vorbereitung

Bevor Du mit der Massage beginnst, solltest Du Deine Fingernägel prüfen. Sie dürfen nicht zu lang sein und keine Kanten haben. Du könntest Dich sonst ernsthaft verletzten.

Wasche Dir vorher Deine Hände gründlich mit Wasser und einer Seife ohne Parfüm. Zudem solltest Du Deinen Intimbereich säubern. Dazu kannst Du einen Einmalwaschlappen und lauwarmes Wasser verwenden. Oder Du führst die Dammmassage gleich nach dem Duschen durch, dann ist Dein Intimbereich ohnehin bereits gesäubert. Durch eine Dusche vor der Massage, ist das Dammgewebe schon etwas weicher.

Die richtige Position finden

Am besten erreichst Du den Damm, wenn Du auf der Toilette sitzt oder ein Bein auf den Rand der Badewanne stellst. Wenn es für Dich bequemer ist, kannst Du Dich auch auf den Boden legen und Deine Rücken mit einer Lehne stützen.

Viele Frauen kennen ihren Intimbereich nicht, was keinesfalls schlimm ist. Du kannst einen Spiegel verwenden um Dich zuerst einmal mit dem Bereich Deiner Scheide vertraut zu machen.

Die Massagetechnik

Verteile ein bisschen Öl auf Deinen Fingern und lege einen Daumen in die Scheide. Nun musst Du die Scheidenöffnung leicht dehnen. Achte dabei darauf, dass Du beim Dehnen keine Schmerzen hast.

Bewege Deinen Daumen dann auch nach rechts und links und massiere mir kleinen kreisenden Bewegungen das Gewebe. Diese Massage sorgt dafür, dass das Gewebe gut durchblutet wird. Gehe nun auch etwas weiter in die Scheide hinein. Aber bitte bedenke: immer so weit und so intensiv, wie es Dir gut tut.

Wärme hilft grundsätzlich auch, das Gewebe etwas dehnfähiger zu machen. Du kannst vor der Massage ein warmes Körnerkissen auflegen oder das Öl etwas aufwärmen. Warm zu baden ist auch immer eine entspannende Alternative.

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