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Warum Schwangerschaftsgymnastik so wichtig ist

Gerade vor der ersten Geburt machen sich viele Frauen Gedanken darum, was sie tun können, um die Entbindung so unproblematisch wie möglich werden zu lassen. Ist es dafür aber unbedingt notwendig, Schwangerschaftsgymnastik zu machen? Und worauf muss ich da achten?

Schwangerschaftsgymnastik: Gut oder schlecht?

Nicht nur für die Entbindung soll der Sport während der Schwangerschaft laut Experten hilfreich sein. Gerade Gymnastik soll auch die typischen Beschwerden, die während dieser Zeit immer wieder auftreten, möglichst lindern. Heißt: Durch die sportlichen Übungen sollen Rückenschmerzen, Beinschmerzen, eventuell Krampfadern und Thrombose zurückgehen oder sogar gar nicht erst auftreten. Auch für die Entwicklung des Kindes kann es nur gut sein, wenn sich die Mutter fit und gesund hält. Zudem ist aber auch bekannt, dass werdende Mütter, die Schwangerschaftsgymnastik gemacht haben, leichter die Strapazen der Entbindung überstanden haben. Im Gegenzug zu den Schwangeren, die vor der Geburt keine sportlichen Übungen gemacht haben. Schließlich wurde durch die Gymnastik die Beckenmuskulatur gestärkt, die für das Pressen natürlich wichtig ist.

Solche Dehn- und Muskelübungen können also nur gut sein für die werdende Mutter sowie das Kind. Dennoch gibt es Dinge, auf die Du achten solltest, wenn du Dich durch Schwangerschaftsgymnastik fit halten möchtest. So solltest Du beispielsweise Übungen, die Du auf dem Bauch durchführen musst, ab der 16. Schwangerschaftswoche nicht mehr machen. Außerdem solltest Du Dich an Deiner Kondition und vorherigen sportlichen Leistungen orientieren. Wenn Du also vor der Schwangerschaft schon fit warst, kann Du sicherlich mehr Wiederholungen einer Übung durchführen als jemand, der erst in der Schwangerschaft mit dem Sport beginnt. Solltest Du dazu zählen, dann geh es am besten ruhig an und überschätze Dich nicht. Denn dann wird aus den eigentlich gesunden Trainingseinheiten eine Belastung für Dich und das Kind.

Unbedingt einen Kurs besuchen?

Wenn Du jetzt Lust hast, auch Gymnastik zu machen, Dir aber überhaupt nicht sicher bist, was Du machen darfst und schaffst, dann besuche am besten einen Kurs. Schwangerschaftsgymnastik wird zum Beispiel von Physiotherapeuten, Fitnessstudios und Volkshochschulen angeboten, auch viele Krankenhäuser (zumindest die mit Entbindungsstation) sowie Hebammenpraxen haben Gymnastikkurse für Schwangere oftmals im Angebot. Hier steht Dir ausgebildetes Fachpersonal zur Seite.

Hast Du Dich vielleicht schon über einen Geburtsvorbereitungskurs informiert? Manchmal finden diese Kurse nämlich auch gemeinsam mit Schwangerschaftsgymnastik statt. Die meisten gesetzlichen Krankenkassen übernehmen auch die Kosten für die Gymnastik. Wenn Du nicht alleine einen solchen Kurs besuchen möchtest, kannst Du auch Deinen Partner mitnehmen. Der muss jedoch dafür bezahlen. Die Kosten erfragst Du am besten vor Ort. Sei aber schnell, wenn Ihr gemeinsam zur Gymnastik gehen wollt, denn solche Kurse sind oftmals frühzeitig ausgebucht. Der Vorteil, einen Kurs zu besuchen, besteht übrigens auch darin, die Übungen gemeinsam mit anderen werdenden Müttern machen zu können. So kannst Du Kontakte knüpfen und Dich mit anderen austauschen.

Übungen für Zuhause

Du musst aber natürlich keine festen Kurse belegen. Wenn Du es lieber zeitlich flexibler magst und Deine Kräfte gut einschätzen kannst, sind auch Übungen für Zuhause geeignet, um Dich während der Schwangerschaft fit zu halten und für die Entbindung zu trainieren. Hierfür kannst Du Dir zum Beispiel Videos ansehen oder auf geeignete Beschreibungen zurückgreifen.

Mit dieser Übung kann man zum Beispiel den Rücken dehnen und Schmerzen entgegenwirken: Nimm den Vierfüßlerstand ein und mach einen Katzenbuckel. Nun solltest Du das Kinn zur Brust bewegen und währenddessen ausatmen, dann in die Gegenbewegung gehen und mit dem Rücken eine Mulde bilden. Der Kopf wird währenddessen angehoben und Du atmest ein. Der Wechsel von der einen in die andere Stellung sollte fließend passieren und mehrfach wiederholt werden, je nach Fitness.

Die Beckenmuskulatur ist ebenfalls sehr wichtig und sollte trainiert werden. Senkungsbeschwerden und Inkontinenz können zum Beispiel mit dieser Übung gelindert oder vermieden werden: Leg dich auf den Rücken und streck die Beine aus. Die Arme legst du neben Deinen Körper. Der eine Fuß wird nun über den anderen geschlagen. Währenddessen atmest Du ein. Jetzt solltest Du die Füße fest zusammendrücken und dabei ausatmen. Danach wechselst Du die Füße. Durch diese Bewegungen kannst Du den Beckenboden anspannen und so trainieren. Weitere Übungen findest Du entweder im Internet oder Du lässt sie Dir von einer Hebamme oder einem Physiotherapeuten zeigen.

Weiterer empfohlener Sport

Neben der Schwangerschaftsgymnastik kannst Du natürlich auch noch anderen, nicht allzu anstrengenden Sport machen. Schwimmen oder Radfahren, Spazierengehen, Treppensteigen oder Tanzen können Dir gut tun. Von Kraftsport mit zu schweren Gewichten solltest Du dagegen Abstand nehmen.

Bildnachweis: @ Kzenon – Fotolia.com.

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