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Schwanger….und jetzt?


Es ist soweit, der Schwangerschaftstest ist positiv und neben der Freude stellt sich doch häufig gleich Angst und Unsicherheit ein. Was muss ich jetzt beachten? Wann soll ich zum Frauenarzt gehen? Wem sage ich es wann? Heute möchte ich Euch ein bisschen von den organisatorischen Unsicherheiten nehmen, damit noch mehr Platz für Freude ist.

Wann sollte ich zum ersten Mal zum Frauenarzt gehen?

Das hängt sicher sehr von der individuellen Vorgeschichte ab. Generell müsst Ihr Euch im Klaren sein, dass vor der 7./8.Ssw in der Regel kein Herzschlag zu sehen ist. Das heißt, Ihr erfahrt zu einem früheren Zeitpunkt lediglich, ob eine Fruchthöhle in der Gebärmutter sichtbar ist und ganz früh ist vielleicht auch nur eine hoch aufgebaute Schleimhaut zu sehen. Ob das beruhigt oder eher Unsicherheiten schürt, muss jede Schwangere für sich entscheiden. Wenn es keine Besonderheiten, wie Eileiterschwangerschaften, Fehlgeburten o.ä. in Eurer Vorgeschichte gibt, reicht es in meinen Augen, den ersten Termin so um die 8./9.Ssw zu vereinbaren. Bei Problemen könnt Ihr Euch ja sowieso jederzeit beim Arzt oder in der Klinik vorstellen.

Was gibt es zu beachten?

Zum Thema Ernährung gibt es hier im Magazin ja schon viele gute Artikel. Ansonsten ist außer Nikotin und Alkohol erlaubt, was Euch gut tut und Spaß macht. Also auch noch Euer gewohnter Sport etc.
Solltet Ihr Medikamente nehmen oder eine chronische Erkrankung haben, ist es sinnvoll, den behandelnden Arzt über die Schwangerschaft zu informieren, damit die Medikamente ggf. angepasst oder verändert werden können.

Wann sag ich meinem Arbeitgeber Bescheid?

Auch das ist eine individuelle Entscheidung und hängt davon ab, wie es Euch geht und welche Art der Arbeit Ihr ausübt. Seid Ihr Gefahren, wie beispielsweise Röntgenstrahlen oder auch körperlichen Übergriffen ausgesetzt, ist die Situation anders als bei einem reinen Bürojob. Natürlich gelten die Richtlinien zum Schutz von Mutter und Kind (wie z.B. keine Nachtarbeit, Ruhezeiten, Pausen etc.) immer, sind vom Arbeitgeber aber erst dann zuverlässig umzusetzen, wenn er von der Schwangerschaft weiß.

Und wann sage ich es Familie und Freunden?

Das hängt sehr davon ab, wie eng das Verhältnis ist. Ohne Euch unnötig Angst machen zu wollen, ist es einfach Fakt, dass knapp 1/4 aller Schwangerschaften in einem ganz frühen Stadium von der Natur abgebrochen wird. Das heißt, wer direkt nach dem Test seinen 50 engsten Freunden eine Nachricht schickt, läuft Gefahr am Ende in der Trauer und Enttäuschung nach einer solchen Erfahrungnoch von Leuten beglückwünscht zu werden, die davon nichts mitbekommen haben. Ich würde es aus diesem Grund anfangs nur Menschen erzählen, bei denen ich mir vorstellen kann, dass sie eine Stütze sein können, auch wenn es nicht gut ausgeht.
Auch wenn Angst und Unsicherheit sicherlich irgendwie dazu gehören, solltet Ihr immer daran denken, dass schwanger sein ein Stück weit auch einfach bedeutet guter Hoffnung  zu sein und Vertrauen zu haben!

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