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46 Wochen-Schub: Alter, Anzeichen – und wann er endlich vorbei ist


Rund um die 46. Lebenswoche – also im Alter von etwa 10 Monaten – erlebt Dein Baby seinen 7. Wachstumsschub. Wie sich dieser äußert, ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Allerdings geht diese Entwicklungsphase häufig mit großen Stimmungsschwankungen einher. Das liegt daran, dass sich im Gehirn neue Strukturen entwickeln. Für Babys und Eltern kann der 46 Wochen-Schub sehr anstrengend sein. Aber für die Kleinen ist er wichtig, denn während des 46 Wochen-Schubs gewinnen sie neue Fähigkeiten und Erkenntnisse.  

In diesem Artikel erkläre ich Dir:

  • Wann der 7. Wachstumsschub stattfindet und wie lange er dauert.
  • An welchen Anzeichen Du den 46 Wochen-Schub erkennen kannst.
  • Was Dein Baby in dieser Entwicklungsphase lernt.
  • Wie Du Dein Kind bei einem Wachstumsschub unterstützen kannst.

Wann findet der 7. Wachstumsschub statt? 

Insgesamt gibt es 8 Wachstumsschübe beim Baby, wobei der 1. Wachstumsschub in rund um die 5. Woche stattfindet und der 8. Wachstumsschub um die 55. Woche. Keiner ist gleich. Sie starten nicht immer punktgenau in der angegebenen Woche. Die Symptome des 46 Wochen-Schubs können sich bei Deinem Baby auch vor oder nach der 46. Woche zeigen.  

Die Wochen bestimmen sich übrigens nach dem errechneten Geburtstermin – und nicht nach dem tatsächlichen. Wenn Dein Baby also zwei Wochen zu früh geboren wurde, dann findet der Schub erst um die 48. Woche statt.  

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Gehört Dein Kind zu den 4 Prozent derjenigen, die am Geburtstermin das Licht der Welt erblickten, dann erlebt es den 7. Entwicklungsschub wahrscheinlich, wenn es 46 Wochen alt ist und sich gerade in der 47 Woche befindet – grob gesagt bedeutet das, es ist jetzt etwas älter als 10 Monate. 

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Wir stellen also fest, dass es keinen exakten Zeitpunkt gibt, zu dem alle Babys den 7. Wachstumsschub erleben!  

Woran erkennst Du den 46 Wochen-Schub? 

Wenn der 7. Entwicklungsschub einsetzt, dann wird Dein Baby vermutlich launischer. Eine Berg- und Talfahrt der Gefühle beginnt. Von bester Glanzlaune bis zum Weinen dauert es nur Sekunden.

Nicht jedes Baby reagiert in dieser Phase gleich - aber über folgende Symptome des 46 Wochen-Schubs berichten die meisten Eltern:

  • Starke Stimmungsschwankungen
  • Quengeln 
  • Ungeduld 
  • Gesteigerter Appetit oder Appetitlosigkeit 
  • Rückschritte in der Entwicklung 
  • Unruhige Nächte 
  • Starkes Nähe-Bedürfnis 

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➔ Beim 46-Wochen Schub werden Babys plötzlich wieder „klein“

Die Babys verhalten sich im 46 Wochen-Schub manchmal so, dass sie an wesentlich jüngere Säuglinge erinnern. Sie fallen in alte Verhaltensweisen zurück, weil die neuen Fähigkeiten sie noch überfordern. Deshalb sind Ruhe, eine gewohnte Umgebung sowie Rituale besonders wichtig.  

➔ Gesteigerter Appetit beim Wachstumsschub: Mehr stillen oder extra-Brei?

Auf den Stress des 46 Wochen-Schubs reagieren Babys unterschiedlich. Manche Kinder zeigen jetzt größeren Appetit. Ist das bei Dir der Fall, dann darfst Du Deinem Baby ruhig mehr zu Essen geben. So kannst Du zum Beispiel einfach eine extra Zwischenmahlzeit anbieten. Wahrscheinlich braucht Dein Baby einfach die zusätzliche Energie.

Anstatt einer zusätzlichen Portion süßem Obst, biete lieber Gemüse, Porridge oder auch eine weitere Milchmahlzeit an. Ein zusätzliches Fläschchen oder eine Stilleinheit füllen das kleine Bäuchlein ebenfalls. Gleichzeitig spendest Du wertvolle körperliche Nähe, die Deinem Baby jetzt guttut.  

➔ Was tun, wenn mein Baby beim Wachstumsschub keinen Brei essen möchte?

Falls Dein Nachwuchs im 46 Wochen-Schub eher zu den Nahrungsverweigerern zählt, dann braucht Dich das nicht allzu sehr zu verunsichern. Wie gesagt: Viele Babys möchten jetzt einfach wieder mehr gestillt werden oder Milch aus der Flasche trinken, anstatt Brei zu essen.

Wichtig ist nur, dass das Baby ausreichend trinkt und gesund wirkt. Der Hunger kommt für gewöhnlich von ganz alleine wieder. Übrigens: Essensverweigerung muss nicht unbedingt ein Anzeichen für den Wachstumsschub sein, sondern ist oft eher eine Begleiterscheinung des Zahnens.

Viele Babys mögen in diesem Alter auch einfach keinen Brei mehr! Dann ist eventuell ein guter Zeitpunkt, um mit BLW anzufangen, das heißt, Deinem Baby feste Nahrung in die Hand zu geben.

➔ Unruhige Nächte im 46 Wochen-Schub

Beim 46 Wochen-Schub sind die Nächte oft eine Herausforderung. Die Babys brauchen lange, bis sie einschlafen und wachen dann nachts öfter auf. Für Eltern bedeutet das eine zusätzliche nervliche Belastung. Wichtig ist, ruhig zu bleiben und das Baby zu begleiten. Es ist gut möglich, dass Du nachts wieder häufiger stillen oder Flasche geben musst oder Dein Baby auf dem Arm getragen werden möchte. Dein Nachwuchs verhält sich nicht absichtlich so schwierig! Dein Kind entwickelt einfach nur neue Fähigkeiten. Durch die gesteigerte Wahrnehmung muss sein Gehirn nachts die vielen neuen Eindrücke verarbeiten. Deshalb braucht Dein Baby Mama und Papa gerade sehr.  

46 Wochen-Schub: Wann ist er vorbei? 

Schlaflose Nächte, Launenhaftigkeit und massive Stimmungsschwankungen reizen das Familienklima. Deshalb kannst Du es wahrscheinlich kaum erwarten, bis der 7. Wachstumsschub endlich vorbei ist. Er dauert rund 5 Wochen. Das ist etwa genauso lange wie der 19. Wochen-Schub, der Dir vielleicht noch in lebhafter Erinnerung ist. Auch wenn die Zeit anstrengend ist, sie geht vorbei. An diesem Gedanken kannst Du Dich in schwierigen Momenten festhalten.  

Welche neuen Fähigkeiten hat Dein Baby nach dem 7. Wachstumsschub? 

Der 46 Wochen-Schub steht ganz unter dem Motto Reihenfolgen. Das Baby erkennt, dass Handlungen in einer bestimmten Abfolge passieren müssen. Durch dieses Wissen kann es jetzt auch Dinge selbst übernehmen, die es bisher nicht konnte.

Beispiel für Reihenfolgen beim 46 Wochen-Schub
Dein Baby versteht jetzt, dass es den Löffel in die Hand nehmen, zur Schüssel führen, in den Brei eintauchen und in seinen Mund befördern muss, wenn es essen will.

Unterstütze Dein Kind ruhig in seinen neuen Fähigkeiten. Lass es z.B. selbst versuchen, seinen Brei zu löffeln. Das klappt am Anfang oftmals nicht ohne größere Sauerei, weshalb ein gutes Lätzchen wichtig ist. Nach und nach wird Dein Baby aber immer selbstständiger und entlastet Dich.  

Verbesserte Feinmotorik & Experimentierfreude

Dadurch, dass Dein Kind jetzt eine bessere Feinmotorik besitzt, kann es nun auch winzig kleine Dinge problemlos greifen. Die Babys zeigen sich nach dem 46 Wochen-Schub oft spielfreudiger. Sie experimentieren gerne und sind neugierig. Deshalb solltest Du unbedingt auf eine sichere Umgebung achten. Während die Kleinen jetzt wagemutiger sind, führen sie Bewegungen gleichzeitig koordinierter durch. Viele Kinder nutzen nun zum Beispiel die Füße zuerst, um von dem Sofa auf den Boden zu kommen. Vorher hat es Dein Baby wahrscheinlich immer kopfvoran versucht.  

Die ersten kleinen Wutanfälle

Neben den ganzen positiven Veränderungen stoßen Dir vielleicht ein paar Sachen negativ auf. Dein Kind neigt jetzt möglicherweise eher zu kleinen Wutanfällen, die vorher unbekannt waren – aber keine Sorge, die richtige „Trotzphase“ beginnt erst später.

Viele Babys fremdeln außerdem in dieser Altersphase wieder stärker. 

Wie kannst Du Deinem Kind im 46 Wochen-Schub helfen? 

Eltern fühlen sich angesichts launischer, schlecht schlafender Kinder häufig überfordert. Falls Du genervt bist, dann ist das völlig normal.

1. Informiere Dich über die Wachstumsschübe

Mir hat in den Schüben immer das Wissen geholfen, das die Kleinen gerade durch eine schwere Phase gehen. Das Buch Oje, ich wachse von Dr. Hetty van de Rijt und Franz X. Plooij war mir eine große Stütze.  

2. Gönn‘ Deinem Kind Ruhe

Neben dem puren Verständnis für Dein Kind kannst Du ihm noch weitere Hilfestellung liefern. Sorge in der Zeit für möglichst viel Ruhe. Auf große Familienfeiern oder andere aufregende Events verzichtet ihr für diese 5 Wochen am besten, wenn es sich einrichten lässt.  

3. Gib Deinem Baby Nähe

Körperliche Nähe bietet Deinem Kind Geborgenheit. Nutze Deine Babytrage möglichst oft im Alltag. So kann Dein Kind beim Wäschemachen, Spülen und Staubsaugen bei Dir sein.  

4. Ritualisiere den Tagesablauf

Je strukturierter der Tagesablauf ist, desto besser. Dein Kind fühlt sich sicher, wenn es weiß, was als Nächstes kommt. Gerade bei Babys, die im 7. Schub ihre Ein- und Durchschlafschwierigkeiten haben, solltest Du Rituale und feste Zeiten pflegen.  

Beharre auf den immer gleichen Zeiten und Abläufen beim Zubettbringen. Selbst wenn es nicht so aussehen sollte, hilft Du damit Deinem Baby.  

5. Mach‘ möglichst nicht alles alleine!

Beobachte Dich und Deine Nerven. Wenn der Wachstumsschub Deines Babys zu sehr an Dir zerrt, dann hole Dein Umfeld mit ins Boot. Lass Deinen Partner das Kind ins Bett bringen und sorge dafür, dass die Großeltern oder Freunde tagsüber einspringen.

Das ist nicht immer einfach, wenn Dein Baby während des Wachstumsschubs nur zu Dir will – trotzdem ist Selbstfürsorge für Dich gerade in dieser anstrengenden Phase elementar wichtig!

Ich weiß, dass die Entwicklungsschübe hart sein können, aber eines ist gewiss, sie gehen vorbei. Und dann hat Dein Kind wieder neue Fähigkeiten entwickelt.  

46 Wochen-Schub: Hebammen-Tipps von Anna-Maria

Auch unsere Hebamme Anna-Maria hat sich mit den Wachstumsschüben beschäftigt – schau Dir ihre Tipps zum 7. Schub im Video an:


Was hat Dir und Deinem Baby beim 46-Wochen-Schub geholfen? Wie hast Du den 7. Wachstumsschub erlebt? Wir sind gespannt auf Deinen Kommentar!

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